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Jürgen Trittin im stern: Grüne nach Wahlschlappe in NRW auf dem Weg zur "parlamentarischen Existenzgrenze"

Hamburg (ots) - Umweltminister Jürgen Trittin hat sich nach dem schlechten Abschneiden der Grünen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen besorgt über die Zukunft seiner Partei geäussert. Die Grünen hätten in NRW "alles andere als ein passables Ergebnis erzielt", sagte Trittin in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern. "Wenn sich dieser Trend fortsetzt, führt uns das an die parlamentarische Existenzgrenze." Bei den Wahlen am vergangenen Sonntag hatten die Grünen nur noch 7,1 Prozent erzielt gegenüber zehn Prozent vor fünf Jahren. Für die Stimmenverluste der rot-grünen Koalition in Düsseldorf machte Trittin vor allem Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) verantwortlich, der sich mit "Kraftakten" an den Grünen "abgearbeitet" habe. "Das Erscheinungsbild von Rot-Grün als Selbstblockierer hat Jürgen Möllemann seine Selbstinszenierung erleichtert", erklärte Trittin weiter. Unter Hinweis auf die Verluste der SPD sagte er: "Die Träume von einer absoluten Mehrheit in der Düsseldorfer Staatskanzlei müssten ausgeträumt sein." Insofern habe "auch die SPD eine wichtige Lektion gelernt". Zu den Spekulationen über eine sozial-liberale Annäherung sagte Trittin: "Rechnerisch ist das eine Alternative. Aber ich sehe nicht, dass daraus auf absehbare Zeit eine politische Option wird." Er warnte Bundeskanzler Gerhard Schröder davor, die Grünen mit der Möglichkeit eines Koalitionswechsels unter Druck zu setzen: "Rot-Grün würde erhebliche Probleme bekommen, wenn eine Seite so an dieses Thema herangehen würde." ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen steht Ihnen stern-Redakteur Tilman Gerwien zur Verfügung. Tel.: (030) 20 224 - 223 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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