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stern: Vorwürfe gegen Institut des SPD-Europaabgeordneten Linkohr

Hamburg (ots) - Die von dem Stuttgarter SPD-Europaabgeordneten Rolf Linkohr geleitete Stiftung "Irela" ist nach Informationen des Hamburger Magazins stern ins Visier des Europäischen Rechnungshofes (EuRH) geraten. Das Institut, das allein 1999 rund 3,7 Millionen Mark von der EU-Kommission erhielt, habe "überhöhte Zahlungen" verlangt und bekommen, heißt es in einem internen Prüfbericht des Hofes, der dem stern vorliegt. "In vielen Fällen" seien die "tatsächlichen Kosten" nur "kleine Bruchteile" dessen gewesen, was die Stiftung der Kommission berechnet habe. Ein Koordinator habe Gelder für Gehaltsaufschläge sowie den Kauf eines Autos und in kleinerem Umfang auch für private Ausgaben zweckentfremdet. Überdies habe er sich das Gehalt für zehn Monate im Voraus auszahlen lassen. 50.000 Mark habe "Irela" für ein Buch verlangt, das gar nicht produziert wurde. "Entgegen den Regeln der Haushaltsordnung" habe die EU-Generaldirektion 1b unter dem damaligen spanischen Kommissar Manuel Marin fast alle Aufträge an Irela ohne Ausschreibung vergeben. Das Institut mit Sitz in Madrid kümmert sich um die Beziehungen zu Lateinamerika, erstellt Studien und organisiert Konferenzen. Direktor von "Irela" ist der ehemalige ARD-Korrespondent in Buenos Aires, Wolf Gabendorff. Linkohr amtiert als Präsident. Der Rechnungshof will in Kürze einen Sonderbericht über die EU-Menschenrechtsprogramme veröffentlichen, in dem es auch um "Irela" gehen wird. Linkohr verteidigt sich laut stern, er habe seinen Mitarbeitern immer "klipp und klar gesagt", sie müssten sich "an die Verträge mit der Kommision halten". Diese Meldung ist unter Quellenangabe stern zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Rückfragen: Hans-Martin Tillack, Tel 0032 / 2 / 285 09 29 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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