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stern: "Ohne Rover wäre BMW ein Juwel"
stern-Interview mit dem britischen Autoindustrie-Experten Peter Schmidt

Hamburg (ots) - Der britische Autoindustrie-Experte Peter Schmidt schätzt den Verlust der angeschlagenen BMW-Tochter Rover für 1999 auf "rund drei Milliarden Mark", das ist rund eine Milliarde Mark mehr als im Vorjahr. In einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern, das in der morgigen Ausgabe am Donnerstag veröffentlicht wird, vertrat Schmidt die Ansicht, dass eine Übernahme des britischen Herstellers durch Volkswagen für beide Konzerne Sinn machen würde. Ohne den "Mühlstein Rover um den Hals" sei BMW "ein Juwel", sagte Schmidt. Volkswagen habe wiederum aufgrund der dort angewendeten Plattformstrategie deutlich bessere Chancen, Rover wieder flottzumachen, so Schmidt weiter. "BMW müsste völlig neue Autos bauen, und das würde noch mal viel Geld verschlingen. Für VW wäre das viel billiger, wenn man Autos aus dem VW-Konzern geringfügig verändern und mit einem Rover-Markenzeichen versehen würde. Mit seinen Töchtern Seat und Skoda macht VW ja das gleiche." Über die Motivation von VW-Vorstandschef Ferdinand Piech, den krisengeschüttelten britischen Hersteller zu übernehmen, sagte Schmidt dem stern:: "Je schwieriger die Aufgabe, desto reizvoller ist sie für ihn. Wenn Piech es schaffen würde, Rover zu retten, würde man ihm ein Denkmal setzen." In der vergangenen Woche hatte der BMW-Vorstand eingeräumt, dass eine Trennung von der britischen Tochter nicht mehr auszuschließen sei. Diese Meldung ist unter Quellenangabe stern zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Rückfragen an: stern--Redakteur Frank Warrings, Telefon 040-3703-3590. Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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