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stern.de: Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger will Dominanz von ARD und ZDF bei Digitalangeboten verhindern

Hamburg (ots) - Günther Oettinger, Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Koordinator der Medienpolitik der unionsgeführten Länder, will die Expansionspläne der Öffentlich-Rechtlichen bei digitalen Angeboten klar begrenzen. "Die Quantität - also die Vielzahl der Angebote - muss sinnvoll begrenzt werden, so dass es zu keiner Dominanz von ARD und ZDF kommen kann", sagte Oettinger im Gespräch mit stern.de, dem Online-Magazin der Hamburger Zeitschrift stern. Außerdem dürften die Öffentlich-Rechtlichen das Budget für die Digitalangebote nicht nach Belieben ausweiten. Die von RTL vorgetragene Befürchtung, dass ein öffentlich-rechtlicher Nachrichtenkanal Arbeitsplätze bei n-tv gefährden könne, nähme er "sehr ernst", so Oettinger. Der CDU-Politiker nahm auch zu den Online-Angeboten von ARD und ZDF Stellung. "Die Online-Angebote der Öffentlich-Rechtlichen sollten in erster Linie programmbegleitend sein", sagte Oettinger. "Ein volles Online-Programm kann nicht akzeptiert werden. Es darf kein völlig losgelöstes Angebot der gebührenfinanzierten Sender geben." Wie stern.de berichtete, hatten die RTL-Senderchefin Anke Schäferkordt und der ProSieben-Sat.1-Vorstandsvorsitzende Guillaume de Posch in der vergangenen Woche in Briefen an mehrere Ministerpräsidenten vor der Gründung eines digitalen öffentlich-rechtlichen Nachrichtenkanals gewarnt. Dieser Plan sei "rechtswidrig" und stelle die "Existenzfrage" für Sender wie n-tv. Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff hatte die Kritik zurückgewiesen und betont, er werde den Umbau des Digitalkanals Eins Extra zum Nachrichtensender weiter vorantreiben. Von einer Ausweitung der öffentlich-rechtlichen Online-Angebote wären auch private Nachrichtenseiten wie stern.de betroffen. Pressekontakt: Diese Meldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das vollständige Interview lesen Sie unter www.stern.de/oettinger Für Rückfragen: stern.de-Autor Hans Peter Schütz, Tel: 0171- 544 51 41 Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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