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stern.de: Bayern-Manager Uli Hoeneß kritisiert Monopolstellung von Premiere im Pay-TV-Bereich
Sorge um Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga

    Hamburg (ots) - Bayern-Manager Uli Hoeneß hat die Vormachtstellung von Premiere im Pay-TV-Markt scharf kritisiert: "Wir hatten doch eine Konkurrenzsituation. Jetzt ist Arena ausgestiegen, und wir haben zumindest kurzfristig eine Monopolstellung von Premiere", sagte Hoeneß in einem Interview mit stern.de, dem Online-Magazin der Hamburger Zeitschrift stern. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so gewollt war. Wir müssen die Fernsehsituation dringend klären." Um die Finanzsituation der Bundesliga-Klubs zu verbessern, hofft Hoeneß auf den "Einstieg gesunder und potenter Wirtschaftsunternehmen, die sich mit der Bundesliga und dem TV-Geschäft beschäftigen".

    Aufgrund fehlender Einnahmen im TV-Bereich sorgt sich Hoeneß auch um die sportliche Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga: "Wenn die Fernsehgelder-Situation in Deutschland so bleibt, hat die Bundesliga keine Chance, international mitzuhalten. Denn Spielereinkäufe wie für die kommende Saison "können wir nicht jedes Jahr machen. Aber Chelsea oder Manchester United, die geben jedes Jahr 60 Millionen aus und lachen über uns."

    Hoeneß warnte im stern.de-Interview auch vor einem Einstieg übermächtiger Finanzinvestoren bei deutschen Vereinen. Bei den Bayern werde es ein vergleichbares Finanzierungsmodell unter seiner Führung nicht geben: "Ich glaube, das ist dann nicht mehr der Fußball, den ich liebe. Ich bin da ziemlich konservativ. Und wenn das nur von irgendwelchen Leuten als Spielzeug betrachtet wird, die nicht wissen, wohin sie mit ihrem Geld sollen, dann sollen die das machen. Aber das ist dann nicht mehr meine Geschichte."

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