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stern.de: Pornografie beim Jugendportal "SchülerVZ" - Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia: "Verstoß gegen geltende Gesetze"

    Hamburg (ots) - Auf dem Jugend-Internetportal "SchülerVZ", das dem Medienkonzern Holtzbrinck gehört, stehen Hunderte von Einträgen, die explizit pornografisch oder rechtsradikal sind. Unter Titeln wie "Anal aber egal" oder "SmPuffHuren" fand stern.de, das Online-Magazin der Hamburger Zeitschrift stern, explizite Fotos und Verweise auf Hardcore-Porno-Seiten im Internet. Im Angebot auch: Ratschläge, welcher Schlafmittel-Hustenpastillen-Mix für den besten Rausch sorgt, und Tipps zum "Schwanz lecken".

    Von stern.de auf die Inhalte aufmerksam gemacht, reagierte die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) alarmiert. "Wir sehen einen Verstoß gegen die geltenden Jugendmedienschutzgesetze", sagte Sabine Frank, Geschäftsführerin der FSM, stern.de. SchülerVZ habe "zugesichert, die vorliegenden Verstöße umgehend zu beheben".

    Tatsächlich hat SchülerVZ erst infolge der stern.de-Recherchen begonnen, Einträge zu löschen. 100 von 450 000 Gruppen seien entfernt worden, so SchülerVZ. "Wir selber sehen großen Handlungsbedarf", sagte SchülerVZ-Sprecher Phillippe Gröschel stern.de. Konstantin Urban, Geschäftsführer von Holtzbrinck-Ventures, denen SchülerVZ gehört, sagte zu stern.de: "Wenn es den Rahmen verlässt, muss man sicherstellen, dass darauf reagiert wird."

    Als sich allerdings vor einigen Wochen ein besorgter Vater bei SchülerVZ gemeldet hatte, wurde der noch mit einer Standard-Mail beruhigt, die auf den "intensiven Jugendschutz" der Seite verwies.

    Weitergehende Maßnahmen - etwa die Einwilligung der Eltern als Teilnahmebedingung - lehnt SchülerVZ weiter ab. Dies sei "umständlich und würde unser Wachstum bremsen", so der SchülerVZ-Sprecher zu stern.de.

    Das Jugendportal SchülerVZ hat rund 890 000 Nutzer und ist mit 30 Millionen Page Impressions im Monat nach eigenen Angaben die in Deutschland beliebteste Schüler-Seite im Internet.

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