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"Unser Programm benötigt eine jüngere Anmutung"
stern-Interview mit WDR-Intendant Fritz Pleitgen über die Gebührenerhöhung für ARD und ZDF

Hamburg (ots) - Mit der Gebührenanhebung für ARD und ZDF auf mehr als 30 Mark im Monat bricht nach den Worten von WDR-Intendant Fritz Pleitgen Anfang kommenden Jahres beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk "nicht der Wohlstand aus". "Im Gegenteil, es wird finanziell eng. Aber Jammern ist uns nie gut bekommen. Wir müssen mit dem Geld auskommen", sagte Pleitgen in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern, das in der neuen Ausgabe am Donnerstag veröffentlicht wird. "Wir sind nicht lebensmüde", betonte der Intendant. "Wenn wir die Gebührenzahler überfordern, sind wir weg vom Fenster. Preiserhöhungen sind nie populär. Aber sie werden akzeptiert, wenn das Angebot stimmt. Und das ist, nach einigen früheren Verirrungen, bei der ARD sicher der Fall." Das Programm, so Pleitgen weiter, benötige allerdings "eine jüngere Anmutung, ohne Abstriche an Qualität und Seriosität". Man könne, wie in der "Tagesschau", jüngere Kräfte einsetzen und Magazine frischer präsentieren als das bisweilen der Fall sei. "Wenn wir uns wieder auf die Stärken konzentrieren - wie Dokumentationen und Fernsehspiele -, können wir bei der Quote auch ruhig mal wieder den einen oder anderen Prozentpunkt abgeben." Pleitgen ist sich im Klaren darüber, dass der öffentlich rechtliche Rundfunk in Zukunft "immer existentiell bedroht" sein werde. Der WDR-Intendant zum stern: "Viel Feind, viel Adrenalin. Das hilft uns, so effizient wie möglich zu arbeiten." Diese Meldung ist unter Quellenangabe stern zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: stern Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Rückfragen an: stern-Redakteur Frank Thomsen, Telefon 040-37033544. Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

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