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Ökostrom-Umlage: Nur jeder fünfte Bundesbürger glaubt an sinkende Strompreise

Holzminden (ots) - Die bevorstehende Senkung der Ökostrom-Umlage stößt auf Skepsis bei den Bundesbürgern: Nur 20 Prozent der Deutschen glauben daran, dass die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes den Strompreis für private Haushalte langfristig senken wird. Insgesamt zeigt sich große Unzufriedenheit mit der Energiepolitik der Bundesregierung - auch weil bisher vor allem die privaten Haushalte die Last der Energiewende zu tragen haben. Das sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage von Stiebel Eltron. Dazu wurden 1.000 Bundesbürger befragt.

Jeder fünfte Deutsche bemängelt, dass die Energiewende bisher überwiegend die Interessen der Unternehmen berücksichtigt, nicht aber die der Privathaushalte. Zudem bezweifeln 61 Prozent, dass die Bundesregierung mit ihrer Politik für einen besseren Klimaschutz sorgt.

"Die Privat-Haushalte fühlen sich als Zahlmeister der Energiewende", sagt Rudolf Sonnemann, Geschäftsführer des Heiz- und Wärmetechnikunternehmens Stiebel Eltron. "Sie sind zwar grundsätzlich mit den Zielen einverstanden, fühlen sich aber bisher nur wie Zuschauer bei der Umstellung auf erneuerbare Energien. Dabei wird 40 Prozent der Energie in Deutschland in Gebäuden verbraucht, rund zwei Drittel davon im Privatbereich - in der Hauptsache für die Heizung und Warmwasserbereitung. Hier schlummert enormes Sparpotenzial."

Energie eingespart werden soll auch durch die neue, im Mai in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEV). Ziel der EnEV ist es, den Energieverbrauch in deutschen Gebäuden bis 2050 um 80 Prozent zu senken. Doch die für das Erreichen dieses ehrgeizigen Zieles bereitgestellten Fördermittel fließen häufig in die falschen Maßnahmen. "Es hilft kaum, das Haus einfach mit Mineralwolle oder Styropor einzupacken. Stattdessen gilt es, die energetische Sanierung nach einer Fachberatung in ein Gesamtkonzept zu integrieren. Dazu gehören moderne Lüftungssysteme, mehr noch aber der Austausch von alten Heizkesseln gegen moderne Anlagen wie etwa Wärmepumpen", so der Stiebel-Eltron-Chef.

Doch auch beim Kesseltausch setzt die Politik weiterhin Fehlanreize: So wird beispielsweise der Energieträger Öl nur mit 23 Prozent Abgaben und Steuern belastet, auf Strom für umweltfreundliche Wärmepumpen entfallen dagegen staatsbedingte Kosten von rund 70 Prozent. Die Konsequenz: Immer noch werden in Deutschland jährlich zehntausende neue Ölheizungen installiert (2013: 65.000).

Intelligente Heizungskonzepte sind nicht nur umweltfreundlich und ressourcenschonend, sondern bieten gleichzeitig die Möglichkeit, erneuerbaren Strom zu nutzen und die Energie zeitversetzt wieder abzugeben. So sind mit Luft- oder Erdwärme heizende Wärmepumpen in Privathaushalten ideale Abnehmer für volatile grüne Stromangebote. Sie können Heizungs- und Warmwasserspeicher füllen - und damit Überkapazitäten auffangen.

Über Stiebel

Eltron Stiebel Eltron, gegründet 1924, gehört mit einem Jahresumsatz von rund 460 Millionen Euro und einer Beschäftigtenzahl von 3.000 Mitarbeitern zu den führenden Unternehmen auf dem Markt der Erneuerbaren Energien, Wärme- und Haustechnik. Das Familienunternehmen wird seit seiner Gründung von der Vision angetrieben, Geräte für mehr Energieeffizienz, Komfort und Zuverlässigkeit zu produzieren und liegt mit dieser Philosophie mehr denn je im Trend. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem der größten Anbieter auf dem Wärmemarkt und zum Weltmarktführer bei Durchlauferhitzern. Als Vorreiter in Sachen Erneuerbare Energien startete Stiebel Eltron bereits in den 70er Jahren mit der Fertigung von Wärmepumpen und Solarkollektoren. Als erfolgreicher Systemanbieter von Erneuerbaren Energien gehören auch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung zum Programm. Bei Wärmepumpen ist das Traditionsunternehmen heute deutscher Marktführer. Stiebel Eltron produziert am Hauptstandort im niedersächsischen Holzminden, in Eschwege sowie an drei weiteren Standorten im Ausland (Tianjin/China, Bangkok/Thailand, Poprad/Slowakei).

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