Bundesverband Presse-Grosso e.V.

Grosso, die tun was!

Köln (ots) - Presse-Grosso fördert die Qualität des Presseverkaufs am Point of Sale.

Der Großhandel mit Zeitungen und Zeitschriften investiert antizyklisch in die Qualitätsoffensive zur Förderung des Presseeinzelverkaufs. Seit 2007 hat der Pressegroßhandel bei 2.800 inhabergeführten Fachgeschäften insgesamt 9.000 unterschiedliche Einzelmaßnahmen umgesetzt. Dies gab der Bundesverband Presse-Grosso anlässlich seiner Jahrestagung vom 15. bis 17. September in Baden-Baden bekannt. Die vielfältigen Aktivitäten der bundesweit 74 Presse-Grossisten im Einzelhandel decken insbesondere folgende Bereiche ab:

   - Qualitätsoffensive zum Ausbau moderner Stufenträgerregale 
     mit Orientierungshilfen
   - Digitale Instore-Werbung am POS
   - Schaufenstergestaltung und -werbung
   - Gattungsmarketing und Zweitplatzierungen
   - Schulungsangebote für Einzelhändler
   - Beratung bei der Umstellung auf moderne Kassensysteme 

Die Presse-, Lotto- und Tabak-Fachgeschäfte sind mit einem Umsatzanteil von 25,16 Prozent am gesamten Presseumsatz und 15.616 von insgesamt 191.232 Verkaufsstellen nach wie vor die Geschäftsart mit der größten Umsatzbedeutung für den Pressevertrieb. Die in die Qualifizierungsmaßnahmen einbezogenen Fachhändler weisen einen Umsatzzuwachs von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal aus. Dies ist ein zentrales Ergebnis des Projekt begleitenden Monitorings bei derzeit 700 ausgewählten Referenzkunden. "Die Qualitätsoffensive des Pressegroßhandels ist ein wichtiger Baustein für die Pflege des Ver-kaufsstellennetzes und die Förderung der inhabergeführten Fachhändler mit besonders attraktiven Pressesortimenten", sagt Frank Nolte, Fachvorstand Marketing Bundesverband Presse-Grosso.

Die Presse-Grossisten stemmen sich mit diesen Marktaktivitäten gegen den weiterhin negativen Trend im Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften. Im ersten Halbjahr 2008 hat sich der bundesweite Umsatz im Kerngeschäft mit -2,1 Prozent erneut negativ entwickelt. Die 74 deutschen Presse-Grossisten setzten in den ersten sechs Monaten insgesamt 1.303 Mrd. Euro mit Printprodukten um. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden 67 Mio. Exemplare weniger abgesetzt, das entspricht einem Absatzrückgang von 4,5 Prozent.

In den Wochen nach der Fußball-Europameisterschaft sind die Verkäufe um bis zu acht Prozent eingebrochen. Damit setzt sich der seit dem Jahr 2000 anhaltende Rückgang im Presseabsatz weiter fort.

Bedingt durch die fortschreitende Fragmentierung der Absatzmärkte steigen die Anforderungen an den Pressevertrieb permanent. "Eine hochwertige Vertriebsleistung, präzise Steuerung der Warenverteilung, regionale Nähe und Mikromarktanalysen durch den Presse-Großhandel sind Erfolgsfaktoren für eine zielgruppengerechte Marktbearbeitung", so Werner Schiessl, 1. Vorsitzender Bun-desverband Presse-Grosso.

Die Schere rückläufiger Erlöse auf der einen und steigender Kosten auf der anderen Seite geht weiter auseinander. Schiessl kommentiert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: "Die Einstellung von bekannten Zeitschriften, Verlagsinvestitionen in printferne Märkte sowie drastisch steigende Energie- und Personalkosten wirken für den Pressehandel wie ein umgekehrter Turbo. Wir erwarten durch die Explosion der Treibstoffpreise im Speditionsbereich alleine in die-sem Jahr Mehrkosten zwischen 3,5 und fünf Millionen Euro."

Im ersten Halbjahr 2008 wurden insgesamt 267 periodisch erscheinende Neutitel und 395 Sonderhefte oder Titel mit unregelmäßiger Erscheinungsweise über das Presse-Grosso im Einzelverkauf eingeführt. Von den Periodika erreichen einzelne neue Titel nach der Einführungsphase dauerhaft attraktive Auflagen im Einzelverkauf. "Verlage und Pressehandel bleiben aufgefordert, durch markt- und altersgerechte Heftkonzepte, wertige Neutitel, mit angemessen Verkaufspreisen, einen leistungsstarken Vertrieb sowie attraktive Präsentation die Voraussetzungen zu schaffen, damit die Anziehungskraft der Frischware Presse immer wieder neue Kaufimpulse bei den Verbrauchern auslöst", appelliert Dr. Michael Gotzens, Vorstand BWK.

Das Presse-Grosso verfügt mit dem Datenpool über ein leistungsstarkes In-strument zur qualifizierten Optimierung der Vertriebsarbeit. Durch filigrane interne Benchmarking-Auswertungen sind die Presse-Grossisten in der Lage, die Marktausschöpfung der Objekte zu optimieren. Der Grosso-Verband hat einen tagesaktuellen Abverkaufsmonitor entwickelt, der auf dem Vertriebsforum am 16.09.2008 erstmals der Fachöffentlichkeit präsentiert wird. Mit dem Tool lassen sich exakte Verkaufshochrechnungen generieren und Ausverkäufe vermeiden.

Der Pressegroßhandel strebt eine Verbindung zwischen Internet und Pressehandel an. Die Betaversion der Online-Händlersuche www.pressefinden.de bie-tet interessierten Usern im Internet die Möglichkeit, gezielt Titel und Objektgruppen zu recherchieren. Gleichzeitig werden die im Umkreis liegenden Händler, die das gewünschte Objekt im Sortiment führen oder umgehend besorgen können, angezeigt. Verlage und Pressehandel versprechen sich von dem Ausbau der Online-Händlersuche zusätzliche Impulskäufe zu Gunsten der Wert-schöpfungskette.

"Zukunft Print" ist das Motto und die Zielsetzung der Grosso-Jahrestagung 2008 in Baden-Baden. Chefredakteure meinungsführender Zeitungen und Zeitschriften diskutieren über Erfolgsfaktoren im Wettbewerb um junge Leser. Die aktuelle KidsVerbraucheranalyse zeigt, dass Printmedien nach wie vor zur Lebenswelt von Kindern gehören. Der Pressegroßhandel setzt sich nachhaltig für die Leseförderung ein. Die Presse-Grossisten beteiligen sich an dem Projekt Zeitschriften in die Schulen der Stiftung Presse-Grosso sowie an der Nationalen Initiative Printmedien von Kulturstaatsminister Neumann.

Pressekontakt:

Bundesverband Presse-Grosso e.V.,
Händelstraße 25-29, 50674 Köln,
Tel.: 0221/921337-0, Fax: 0221/921337-44,
E-Mail: bvpg@bvpg.de, Internet: www.pressegrosso.de,
Kontakt : Kai-C. Albrecht (ka@bvpg.de)

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