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Westdeutsche Zeitung: Kindergeld = von Alexander Marinos

Düsseldorf (ots) - Früher handelte es sich um ein "weiches Thema", um "Gedöns". Heute vergeht kein Tag, an dem die Große Koalition nicht eine neue familienpolitische Sau durchs Dorf treibt, die vor allem für eines sorgt: Verunsicherung. Gut, dass Unions-Fraktionschef Kauder die Sache mit dem Kindergeld gleich gestoppt hat. Sie war zweifach kontraproduktiv. Erstens: Gerade in sozial schwachen Haushalten ist die Gefahr groß, dass das zunächst verdoppelte Kindergeld versickert - und eben nicht den Kindern zugute kommt. Das ist auch das schlagende Argument gegen die so genannte Herdprämie, mit der die CSU so gerne ihren Konservatismus demonstrieren möchte. Zweitens: Sind die Kinder erst erwachsen, ist die Kindergeldzahlung eine wichtige Voraussetzung für viele junge Menschen, um sich ein Studium überhaupt leisten zu können. Wer sagt, das Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr sei "nicht notwendig", sollte sich mal genauer umsehen. Pressekontakt: Rückfragen bitte an: Westdeutsche Zeitung Nachrichtenredaktion Telefon: 0211/ 8382-2358 redaktion.nachrichten@westdeutsche-zeitung.de Original-Content von: Westdeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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