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Westdeutsche Zeitung: Die Bilanz der Olympischen Spiele in London = von Christoph Fischer

Düsseldorf (ots) - Die Spiele der 30. Olympiade gehen ins Finale. Die deutsche Olympiamannschaft hat gegen Ende des 16 Tage dauernden Sportspektakels in London ihre Leistungsbilanz aufpoliert, das Resultat der Olympischen Spiele in Peking 2008 ist fast erreicht. Aus der Sicht des Deutschen Olympischen Sportbundes, dessen Präsident Thomas Bach Rang fünf in der Nationenwertung als Ziel formuliert hat, muss London als erfolgreich bewertet werden. Was nichts daran ändert, dass Schwimmen, Schießen und Fechten zu den deutschen "Minussportarten" zählen. Grund genug zu intensiver Analyse nicht nur in diesen Sportverbänden, zu Struktur- und Personalfragen, aber auch und nicht nur zum finanziellen Umfang der Spitzensportförderung der Bundesregierung insgesamt.

Intensiver als jemals zuvor muss die Frage beantwortet werden, was dieser Gesellschaft der Spitzensport wirklich wert ist. Das Problem ist in London insbesondere auch von den Athletinnen und Athleten in aller Deutlichkeit angesprochen worden, deren Karrieren noch viel intensiver als bisher mit ihrer beruflichen Ausbildung verknüpft werden müssen. Die angestrebten "dualen Karrieren" in Spitzensport und Beruf stehen in Deutschland noch am Anfang.

London erlebte sehr gute Spiele, unabhängig davon, wie die abschließende Bewertung des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge, morgen ausfallen wird. London reichte vielleicht nicht an die sportlichen Jahrhundertaufführungen von Barcelona 1992 und Sydney 2000 heran, aber das dritte Olympia auf der Insel war unbestritten ein Erfolg. Tausende von Volunteers haben sich 16 Tage lang intensiv und freundlich bemüht, der Jugend der Welt den Aufenthalt in der Millionenmetropole angenehm zu gestalten. Sie wussten nicht immer alles, aber sie haben es im Laufe der Zeit gelernt.

Dass der Sport seine Ursprünge in England hat, war diesen Olympischen Spielen anzumerken. Die Begeisterung in den Sportarenen, die erfreulich selten in bloßen Patriotismus abglitt, war im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos. Olympia hat ein weiteres Mal seine große Strahlkraft bewiesen. Die Olympischen Spiele haben Zukunft. London hat keine Zweifel an Olympia zugelassen.

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