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Westdeutsche Zeitung: Obamas Rede vor dem Kongress = Von Peter De Thier

    Düsseldorf (ots) - Zyniker unter seinen republikanischen Gegnern behaupten immer wieder, der neue US-Präsident Barack Obama sei für seine glühenden Anhänger so etwas wie der "Messias". Zwar liegt die blasphemische Kritik unterhalb der Gürtellinie. Gleichwohl stellt sich die Frage, ob Präsident Obama anlässlich seiner ersten Regierungserklärung womöglich doch etwas zu viel versprochen hat. Er will die Wirtschaft retten, Kriege beenden, die marode US-Infrastruktur erneuern und ein Volk, das schon immer auf spritfressende Straßenkreuzer setzte, auf alternative Energien einschwören. Es besteht kein Zweifel: Obama hat sich die Latte außerordentlich hoch gelegt. Doch er hat auch etwas anderes getan. Er hat seinen Landsleuten neue Hoffnung gegeben. Seine mitreißende Rede hat bei den Amerikanern neues Vertrauen darin geweckt, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt, dass die Krise überwunden werden kann. Das ist der größte Verdienst seines umjubelten Auftritts im Kapitol. Kann aber Barack Obama die ehrgeizigen Projekte auch alle umsetzen? An der notwendigen Entschlossenheit, Selbstsicherheit und Disziplin fehlt es dem neuen Präsidenten der USA jedenfalls nicht.

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