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Westdeutsche Zeitung: Ministerin will die Bundes-AOK = von Wibke Busch

    Düsseldorf (ots) - Der Vorschlag der Gesundheitsministerin wirkt auf den ersten Blick plausibel: Eine Fusion der Allgemeinen Ortskrankenkassen - so argumentiert sie - spart Verwaltungskosten ein, was wiederum den Beitragszahlern zugute kommt. Sie vergisst dabei nur, dass die Verwaltungskosten der Kassen nach Ansicht von Experten ausgerechnet durch ihren Gesundheitsfonds steigen werden. Klar ist, dass Kassenfusionen aufgrund des Fonds nicht auf die AOKen beschränkt bleiben. Techniker Krankenkasse und IKK-Direkt haben bereits beschlossen, sich mit Inkrafttreten der letzten Stufe der Gesundheitsreform am 1. Januar 2009 zur dann größten deutschen Krankenkasse zusammenzuschließen - weitere werden wohl folgen. Das schränkt den Wettbewerb zu Lasten der Versicherten ein. Und ob gerade große Kassen Kosten sparen können, darf mit Recht bezweifelt werden.

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