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Westdeutsche Zeitung: René Obermann muss gehen = Von Christoph Lumme

    Düsseldorf (ots) - Der Daten-Skandal der Telekom hat zwei Dimensionen. Die erste handelt vom heutigen Vorstandsvorsitzenden der Telekom: René Obermann war zum Zeitpunkt des Datendiebstahls Chef von T-Mobile. Hätte er damals seine Kunden informiert, wäre die Sache zwar peinlich gewesen, sie hätte aber nicht zu dem geschäftsschädigenden Vertrauensverlust geführt, den der Konzern nun verkraften muss. Was soll man von einem Manager denken, der gegenüber seinen Kunden so unehrlich ist? Obermann hat seine Belegschaft mit Blick auf den Aktienkurs hart in die Pflicht genommen. Nun sollte er mit sich selbst genauso börsenorientiert verfahren - und gehen. Aber der Datenskandal hat eine zweite, gesellschaftliche Dimension. Mittlerweile schwant den Bürgern, dass das digitale Zeitalter sie alle in gläserne Menschen verwandelt hat. Geradezu lächerlich wirkt dagegen in der Rückschau die Debatte um die Volkszählung, die in den 80ern Millionen auf die Palme brachte. Die Bundesregierung darf keine Zeit mehr verlieren: Sie muss der Wirtschaft strikte Standards für die Datensicherheit vorschreiben.

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