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Westdeutsche Zeitung: Ehrenrettung für Hartz-IV = Von Friedrich Roeingh

    Düsseldorf (ots) - Es kann kein Tabu sein, sich gegen eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze auszusprechen. Wer aber die These vertritt, man könne 345 Euro monatlich noch kappen oder gar halbieren, der bestärkt nur all diejenigen, die das Heil der Sozialpolitik in höheren Zuwendungen sehen. Dabei gibt es noch immer kaum ein Land, in dem die Gesellschaft soviel für die soziale Absicherung aufbringt wie in Deutschland. Für Familien hat Hartz IV sogar eine Besserstellung zum vorherigen Sozialhilfesystem gebracht. Und Menschen, die sich vorher nicht aufs Sozialamt trauten, zählen heute zu den Beziehern. Hartz IV ist vor allem für viele Berufstätige ein Schreckgespenst, weil sie Angst haben, nach einem Jahr Arbeitslosigkeit abzurutschen. Die Schrödersche Agenda-Politik hat aber zugleich bewirkt, dass die strukturelle Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten erstmals abgebaut wurde.

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