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Westdeutsche Zeitung: Clement = Von Frank Uferkamp

Düsseldorf (ots) - Der Schaden ist da, er lässt sich bestenfalls begrenzen: Der Fall Wolfgang Clement trifft die SPD ins Mark. Hier bricht auf, was seit Jahren unter der Oberfläche brodelte. War es richtig, den Sozialstaat zugunsten besserer wirtschaftlicher Standortfaktoren zu kappen? Clement beantwortet diese Frage mit Ja und betrachtet die Agenda 2010 als Blaupause für eine moderne SPD. Große Teile der Basis sehen darin aber Teufelswerk und verweisen auf rasant sinkende Wähler- und Mitgliederzahlen. Das ist ein politischer Streit, der aber von der Schiedskommission der Partei ausgetragen wird - der falsche Ort. Dort sitzen Juristen, die über ihrer Prinzipienreiterei vergessen haben, dass sie sich im politischen Raum bewegen. Dieser Form der organisierten Rechthaberei hat die SPD-Landeschefin Hannelore Kraft freie Bahn gelassen. Diesen Fehler will ihr Bundeschef Kurt Beck nicht wiederholen. Er schickt einen Ausputzer. Damit der ganz große Eklat nicht eintritt - der tatsächliche Rauswurf. Für die SPD ist es auch so schon schlimm genug. Pressekontakt: Westdeutsche Zeitung Nachrichtenredaktion Telefon: 0211/ 8382-2358 redaktion.nachrichten@westdeutsche-zeitung.de Original-Content von: Westdeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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