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Westdeutsche Zeitung: US-Präsidentschaftswahlen = von Peter De Thier

    Düsseldorf (ots) - In fünf Monaten werden die Demokraten formal bestimmen, wie ihr Präsidentschaftskandidat heißt. Bis dahin kann und wird noch eine Menge passieren. Die Möglichkeit eines Drittkandidaten namens Al Gore in den Raum zu stellen, mag also verfrüht erscheinen. Aber völlig abwegig ist es durchaus nicht. Denn: Es ist sowohl für Barack Obama als auch für Hillary Clinton rechnerisch so gut wie unmöglich, in den verbleibenden Vorwahlen die Entscheidung herbeizuführen. Und auch die schon einmal angedachte "Traumpaarung Obama-Clinton" fällt weg, da keiner unter dem anderen die zweite Geige spielen will. Es hat den Anschein, als wollten beide Senatoren bis zum bitteren Ende weiterkämpfen. Sie demonstrieren einen Ehrgeiz, den man Karrierepolitikern nicht verdenken mag. Doch der demokratischen Partei droht ein Fiasko. Die Chancen, von den Republikanern das Weiße Haus zurückzuerobern, schrumpfen von Tag zu Tag. Obama und Clinton sollten die Parteiräson über ihre eigenen Ambitionen stellen und einen Weg zueinander finden. Ansonsten wäre ein Drittkandidat für die Demokraten womöglich die beste Lösung. Vorläufig bleibt also alles offen.

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