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Westdeutsche Zeitung: Claudia Roth fordert von katholischen Würdenträgern Ende der Diskriminierung - Änderungen an der Agenda 2010 angestrebt

Düsseldorf (ots) - Grünen-Parteichefin Claudia Roth hat die Würdenträger der katholischen Kirche aufgefordert, integrativer zu wirken, "statt Frauen oder Schwule zu diskriminieren". Mit Blick auf den Streit mit dem Augsburger Bischof Walter Mixa und dem Kölner Kardinal Joachim Meisner sagte Roth der "Westdeutschen Zeitung" (Mittwoch/Düsseldorf): "Wer sich so polarisierend und aggressiv in die gesellschaftspolitische Debatte einbringt, darf sich über heftigen Gegenwind nicht wundern." Allerdings gab Roth zu, in der Wortwahl selbst manchmal zu übertreiben: "Wer mich kennt, der weiß: Ich habe manchmal ein etwas loses Mundwerk." Roth forderte in dem Interview mit der "WZ" weitere Veränderungen an der Agenda 2010. Der Regelsatz für das Arbeitslosengeld II müsse um 20 Prozent angehoben werden. "Das Geld reicht für viele Betroffene vorne und hinten nicht mehr." Ein weiterer Punkt sei das Schonvermögen. Dieses müsse von 250 Euro auf 3000 Euro pro Lebensjahr angehoben werden. Den Beschluss der SPD, älteren Arbeitslosen länger Arbeitslosengeld I zu zahlen, bewertete Roth skeptisch: "Es ist die falsche Logik", sagte sie. Die Arbeitslosenversicherung sei eine Risikoversicherung. "Außerdem ging es darum, Maßnahmen gegen die Frühverrentung zu treffen", fügte sie hinzu. Pressekontakt: Rückfragen bitte an: Westdeutsche Zeitung Dr. Alexander Marinos Ressortleiter Nachrichten/Politik Telefon: 0211/ 8382-2358 redaktion.nachrichten@westdeutsche-zeitung.de Original-Content von: Westdeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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