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Mittelbayerische Zeitung: "Mittelbayerische Zeitung" zum Brexit:

Regensburg (ots) - Noch hält die europäische Einheitsfront. Die Rest-EU profitiert von der Schwäche und Zerstrittenheit der neu gewählten britischen Regierung. Auch wird bereits in der ersten richtigen Verhandlungsrunde deutlich, dass die britische Administration der geballten Beamtenexpertise in Brüssel wenig entgegenzusetzen hat. In den Abteilungen und Unterabteilungen der Behörde arbeiten genau diejenigen Beamten am Ausstiegsvertrag, die das komplizierte Regelwerk der EU in- und auswendig kennen. Mit diesem Insiderwissen hofft man in den Verhandlungen zu punkten und die abschreckende Wirkung zu verstärken, die mögliche Nachahmer von einem Austrittsantrag abhalten soll. Deshalb wurden von der britischen Regierung in die Behörde entsandte nationale Experten, die in brexitsensiblen Abteilungen arbeiten, inzwischen dazu aufgefordert, ihre Schreibtische in Brüssel zu räumen. Die Oberhand wird die EU-Seite nur so lange behalten, wie sie sich nicht auseinanderdividieren lässt. Es gibt aber unzählige Interessenkonflikte in der Gemeinschaft. Die Reihen sind also keineswegs so geschlossen, wie es derzeit den Anschein hat.

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