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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Philipp Froschhammer zu Fahrraddiebstählen

Regensburg (ots) - Die Zahl der Fahrraddiebstähle steigt in Deutschland seit Jahren, die Aufklärungsquote stagniert. Viele Opfer von Langfingern beschweren sich, dass die Polizei besser durchgreifen soll. Doch diese Leute sollten sich lieber erst einmal an die eigene Nase fassen: Es liegt meist an der eigenen Nachlässigkeit, wenn das Fahrrad weg ist. Sei es der Familienvater, der nur schnell einkaufen will und deshalb sein Rad unabgeschlossen vor dem Geschäft parkt: "In den paar Minuten wird schon nichts passieren." Der Geizhals, der sich ein teueres Fahrrad kauft, jedoch auf ein hochwertiges Schloss verzichtet. Oder der Naive, der sich die Gestellnummer von seinem 1000-Euro-Bike nicht aufschreiben möchte. Sie alle hätten den Verlust ihrer Räder verhindern können. Und wenn es tatsächlich gestohlen wird: Mit Fahrradpass, Fotos und einer detaillierten Beschreibung des Fahrrads besteht zumindest die Chance, es wiederzubekommen. Auch Technik kann dabei helfen: So gibt es die Möglichkeit, GPS-Sender ins Rad einzubauen. Die Kosten von ein paar hundert Euro machen das allerdings zu einer Sache von Besitzern exklusiverer Gefährte. Der Ruf nach mehr Polizei ist jedoch nur bedingt eine Lösung. Ja, es gibt Banden professioneller Fahrraddiebe, die auch in unserer Region unterwegs sind. Ja, es gibt gezielte Kelleraufbrüche. Und ja, es ist erschreckend, wie viele Menschen Fahrraddiebstahl als ein Kavaliersdelikt ansehen. Aber am Ende ist ein Großteil der gestohlenen Fahrräder nur auf eine einzige Sache zurückzuführen: Leichtsinn der Besitzer.

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