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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum US-Wahlkampf: Hillarys bester Helfer, von Thomas Spang

Regensburg (ots) - Für Barack Obama geht es um das politische Erbe, für Hillary Clinton um die Macht. Beide eint das Interesse, Donald Trump den Weg ins Weiße Haus zu verbauen. Das macht aus den Gegnern der Vorwahlen 2008 heute die besten Freunde. Obama kann bei den Demokraten wie kein anderer die Koalition aus besser Gebildeten, Minderheiten, Frauen und jungen Wählern wieder zusammenbringen, die jetzt zwischen Clinton und Bernie Sanders aufgesplittert ist. Obama genießt Respekt in beiden Lagern. Das erlaubt ihm vor dem Parteitag in Philadelphia Brücken zu schlagen. Auch im Herbst könnte Obama zu Hillarys bestem Helfer werden. Mit Zustimmungswerten um die 50-Prozent-Marke bleibt er einer der populärsten Politiker in einem ansonsten tief gespaltenen Land. Ganz anders als Clinton und Trump, die in einem Unbeliebtheits-Wettbewerb stehen. Die designierte Präsidentschaftskandidatin hofft, das positive Image des Amtsinhabers werde im Wahlkampf auf sie abfärben. Die mit viel Brimborium inszenierte Unterstützung Obamas und gemeinsame Wahlkampfauftritte könnten sich als hilfreich erweisen. Zunächst liegt es aber an Sanders, das Kriegsbeil zu begraben. Obama hat den Senator aus Vermont dazu bei einem Empfang im Weißen Haus motiviert. Die geplante Begegnung mit Clinton lässt hoffen. Sanders sollte sich daran erinnern, wie die Siegerin vor acht Jahren unter umgekehrten Vorzeichen ein Beispiel setzte. Ihr Verhältnis zu Obama zeigt, wie aus Rivalen Verbündete werden können.

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