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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu CSU/Asyl: Echte Fragen von Christine Schröpf

Regensburg (ots) - Kaum ein Gespräch, das dieser Tage nicht um die Flüchtlingspolitik kreist - mal markig, mal sensibel, oft damit endend, dass die Fronten am Ende noch verhärteter sind. Ein Spiel, dass sich auch in der Politik beobachten lässt, in Meisterschaft zwischen der CSU und der Kanzlerin. Doch das führt keinen Schritt weiter. Unter Drohgebärden und Attacken der CSU geht zudem unter, was die Partei an interessanten Lösungsansätzen zu bieten hat. Dazu zählt der Vorstoß für eine breite Debatte über Grundwerte. Die Seehofer-Partei spricht von deutscher Leitkultur. Das klingt oberlehrerhaft, sollte aber nicht abschrecken. Genauso wenig, dass alles gleich in der bayerischen Verfassung festgezimmert werden soll, auch wenn es sich durch praktisches Handeln lösen lässt. Im Kern bleibt die spannende Frage: Was hält uns Deutsche zusammen? Welche Regeln müssen Migranten akzeptieren? Die Gleichberechtigung von Frauen zählt dazu, ebenso die Religionsfreiheit - und die Spielräume, die unsere Gesellschaft für die unterschiedlichsten Lebensentwürfe bietet. Die hohe Zahl der Zuwanderer nährt bei Bürgern Ängste. Die einen fürchten schon kleinste Veränderungen. Alles soll bleiben, wie es ist. Doch das ist eine Illusion. Alles ändert sich ständig, oft zum Guten, wie jeder weiß. Mit etwas Anderem aber muss sich niemand anfreunden: Mit Parallelgesellschaften, in den Migranten nach eigenen Regeln leben. Verhindert wird das durch eine Wertedebatte, aus der die Politik Konsequenzen zieht - angefangen vom Recht auf Deutschunterricht bis zu vielen anderen Hilfen, sich in Deutschland zurechtzufinden.

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