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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Schaeffler-Börsengang: Gerade noch, von Bernhard Fleischmann

Regensburg (ots) - Ungünstiger hätte der Zeitpunkt für den Börsengang kaum sein können. Die Aktienmärkte schwächeln seit Ende August. Erschwerend hinzu kam zuletzt der Volkswagen-Konzern, der Rauch aufwirbelte, weil der Autobauer den Ehrlichen unter den Diesel-Entgiftern den Stinkefinger gezeigt hatte. Der Ausverkauf bei VW zog die Notierungen der Mitbewerber Daimler und BMW gleich mit nach unten. Und in der Folge auch die Zulieferer wie Bosch und Continental. Mitten in diese trübe Suppe sprang nun Schaeffler. Börsengang. Autozulieferer. Welch unglückliches Timing. Nachdem das angebotene Paket zunächst deutlich enger geschnürt worden war, ist der Start am Parkett noch einigermaßen akzeptabel gelungen. Zwar ist Schaeffler bei weitem nicht so viele Schulden losgeworden wie geplant. Aber immerhin wurde aus der Aktion keine peinliche Bauchlandung. Das hätte die Perspektiven auf weitere Finanzierungsrunden massiv getrübt. Das Geld braucht Schaeffler dringend, auch wenn die Eigentümerfamilie in den Listen der reichsten Deutschen auf dem Siegertreppchen steht. Die Schulden aus der verunglückten Beteiligungsaktion an Conti müssen weg. Und in der Autobranche sind ultrateure Investitionen in Forschung und Entwicklung nötig. Die Elektromobilität gehört entscheidend mit dazu - hier wollen und sollen Conti und Schaeffler eine wichtige Rolle spielen.

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