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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Marianne Sperb zum 20. Todestag von Bob Ross

Regensburg (ots) - Nein, ein Künstler im üblichen Sinn war Bob Ross nicht - aber dafür ein Lebenskünstler von großem Format. Man darf ja nicht vergessen, dass der Amerikaner dürre Jahre überstehen musste, bevor er mit "Joy of Painting" den Durchbruch fand. Dann aber schoss er volle Kanone in den TV-Himmel. Am Ende gelang es Bob, mit einer Tätigkeit, die er liebte, ein millionenschweres Imperium aufzubauen, und das auch noch auf bequeme Art. Weil ihn feine Technik langweilte, entwickelte er eine Methode, mit großen Pinseln gute Details zu produzieren. Der Reiz von Ross ist: In seiner Welt gibt es keine schlechtes Gewissen. Welche Befreiung! "Make this funny noises when you paint", blendete er jede Peinlichkeit aus, "we don't make mistakes here, just happy little accidents", beruhigte er seine Schüler, wenn ein Strich schief ging. Nur dem Pinsel, der sauber werden sollte, zeigte er entschlossene Abgrenzung: "Beat the devil out of it", sagte er dann beim Trockenschütteln. 20 Jahre ist der gute Bob jetzt schon tot, ein Smiley der Kunstwelt. Er würde uns zusäuseln: "Give a little smile here."

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