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Mittelbayerische Zeitung: Vertrauen
Kommentar zum TSV 1860 München

Regensburg (ots) - Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Und wer wegen anhaltender Machtkämpfe die Mitgliederversammlung eines Fußball-Klubs absagt, erst recht nicht. Nur: Witze über das Chaos bei den Löwen sind eigentlich genug gemacht worden. Beim TSV ist jetzt vielmehr Schluss mit lustig. Die nächsten Tage oder Wochen sind zweifelsfrei von existenzieller Bedeutung für den Münchner Traditionsverein. Den Fans bleibt da nur eins: Sie müssen hoffen und vertrauen, dass das Präsidium um Gerhard Mayrhofer nun die richtigen Entscheidungen fällt. Eines wird manchmal vergessen: Mayrhofer und seine Leute haben nicht gerade eine leichte Aufgabe. Beim TSV 1860 wurde zuletzt schon die Diskussion über die Länge eines Grashalms zur Zerreißprobe. Die Grenze zwischen gebotener Diplomatie und notwendiger Härte ist bei diesem Klub fließend. Dennoch steht Mayrhofer jetzt in der Pflicht, den Karren irgendwie aus dem Dreck zu bekommen. Hierbei kann es sogar eine nicht einmal so schlechte Idee gewesen sein, die Versammlung zu verschieben. Es ist besser, mit einem echten Konzept vor die Mitglieder zu treten, als vorschnell halbgare Sachen zu präsentieren. Hoffen wir darauf, dass Mayrhofer weiß, was er tut.

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