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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Reinhard Zweigler zu von der Leyen/de Maiziere

Regensburg (ots) - Wenn ein Soldat mit seiner Einheit im Kampfeinsatz unter Feuer gerät, dann ist es mitunter lebensrettend, wenn ihm einer seiner Kameraden Schützenhilfe gibt. Beim parlamentarischen Scharmützel um das Sturmgewehr G36 hat nun Ursula von der Leyen dem arg in Bedrängnis geratenen ehemaligen Verteidigungsminister Thomas de Maizière gestern kräftig Schützenhilfe geleistet. Das war allerdings auch dringend nötig. Denn der heutige Innenminister, der liebend gerne das Verteidigungsressort behalten hätte - es jedoch nicht durfte, weil Ursula von der Leyen einen herausgehobenen Job zur Bewährung brauchte -, drohte, in der Affäre Sturmgewehr umgepustet zu werden. Bereits zu de Maizières Amtszeit gab es handfeste Hinweise darauf, dass die Waffe aus der Schmiede von Heckler & Koch nicht immer besonders treffsicher ist. Das hat den CDU-Mann jedoch nicht daran gehindert, am G36 festzuhalten und neue Waffen zu bestellen. Nach der gestrigen Schützenhilfe steht de Maizière in Ursula von der Leyens Schuld. Es könnte sein, dass der sich irgendwann einmal für deren Schützenhilfe revanchiert.

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