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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Pascal Durain zur Kritik am G7-Gipfel ohne Russland

Regensburg (ots) - Schon jetzt ist klar: Ist der Gipfel gelaufen, wird es keinen Frieden auf Erden geben - auch nichts Konkretes zu den wichtigsten Fragen dieser Zeit. Aber nicht deswegen sind die Erwartungen von Gipfel-Erfinder Helmut Schmidt begrenzt - der mittlerweile 96 Jahre Altkanzler vermisst Kreml-Chef Wladimir Putin auf Schloss Elmau. Die anwesenden Regierungschefs sollen bloß nicht weiter "Öl ins Feuer gießen". Nur muss man hier fragen, wer hier immer wieder Öl nachkippt. Natürlich ist der Gipfel ein exklusives Treffen der Mächtigsten, und natürlich gehört Russland zu den weltpolitischen Schwergewichten. Und natürlich hätte man mit dem Präsidenten eines solchen Landes über Terrorismus, Klimawandel etc. reden können und müssen. Aber nicht mit Putin, der vor den Augen aller das Völkerrecht mit Füßen tritt und sein Land nach und nach in ein autoritäres Regime umbaut. Gut möglich, dass es ihm in Elmau gut gefallen hätte - der Freistaat hält ja auch jeden Protest fern. Doch sein Fernbleiben ist ein Ausdruck dafür, dass der Westen noch gemeinsame Werte vertritt.

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