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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Schröpf zur CSU

Regensburg (ots) - Seit dem angekündigten Rückzug Horst Seehofers verschiebt sich in der CSU unaufhaltsam die Machtarchitektur. Die Magnetnadeln richten sich immer stärker nach Markus Söder aus, auch Ilse Aigner zweigt Aufmerksamkeit ab. Sie sind es, die in nicht allzu ferner Zukunft beim Verteilen vom Posten am langen Hebel sitzen könnten. In Bamberg zeigte sich jedoch, wie gut Seehofer seine Partei noch immer im Griff hält. Ein kurzes Knurren genügte und unerwünschte Positionen zu Stromtrassen oder zur Dritten Startbahn hatten keine Chance. Der dominante Silberrücken profitiert davon, dass sich die Interessen der Partei oft mit den persönlichen decken. Das für Herbst geplante Kompetenzteam vergrößert die Schlagkraft, hält gleichzeitig "Prinzlinge" in Zaum. Auch Seehofers Nein zu einer künftigen Doppellösung an der CSU-Spitze ist berechtigt. Nur mit einer starken Stimme findet die Regionalpartei in Berlin Gehör. Gleichzeitig torpediert er damit etwaige Pläne Söders und Aigners, das Terrain klammheimlich und vorzeitig allein zu ordnen: Er macht Ministerpräsident, sie die Parteichefin, kursiert als Kompromiss. Aigner wäre damit ohnehin schlecht beraten. Unterordnen ist nicht Söders Ding.

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