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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christian Kuzcnierz zum Terror in Tunesien

Regensburg (ots) - Nun also Tunesien. Das Land, das nach dem "arabischen Frühling" als einziges die Umgestaltung zur Demokratie geschafft hat, wird nun auch vom islamistischen Terror heimgesucht. Dabei war das nur eine Frage der Zeit. Das Land kämpft seit Längerem schon gegen Islamisten. Experten schätzen die Zahl von Tunesiern in den Reihen der Kämpfer des Islamischen Staats auf 3000 - sie stellen damit die größte Gruppe unter den ausländischen IS-Dschihadisten. Der Anschlag auf das bei Touristen beliebte Land dürfte massive Folgen haben. Die ersten Reiseveranstalter haben Tunesien bereits von den Routen ihrer Kreuzfahrtschiffe gestrichen. Bleiben die Touristen länger aus, bricht eine wichtige Einnahmequelle weg. Armut und Perspektivlosigkeit aber sind die Gründe, warum Extremismus in den Ländern des "arabischen Frühlings" attraktiv ist. Die Aussichten für Tunesien, das noch dazu Nachbar des ins Chaos abgleitenden Libyen ist, sind düster.

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