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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Dagmar Unrecht zu Lebensmittel/Inhalte

Regensburg (ots) - Dioxin im Ei, Pferdefleisch in der Lasagne oder verseuchte Sprossen aus Ägypten: Lebensmittelskandale sorgen regelmäßig für Unbehagen, manchmal lösen sie sogar handfeste Krankheiten aus. Es lohnt sich also, darüber nachzudenken, wie Verbraucher besser geschützt werden können. Da scheint die Idee verlockend, auf abgepackten Lebensmitteln eine genaue Herkunftsbezeichnung der Inhaltsstoffe vorzuschreiben. Doch der Aufwand wäre groß. Ob sich damit die Qualität der Produkte verbessern lässt, ist zu bezweifeln. Inhaltsangaben auf abgepackten Lebensmitteln werden vor allem von Allergikern aufmerksam gelesen. Andere Verbraucher interessieren sich mehr dafür, ob es schmeckt und wie viel es kostet. Lebensmittelskandale haben meist nur einen kurzfristigen Effekt. Dann werden Bio-Produkte beliebter, insgesamt fristen sie aber ein Nischendasein, genauso wie die ökologische Landwirtschaft. Im Fall der Pferdefleisch-Lasagne waren die Angaben absichtlich falsch. Vor solch krimineller Energie würde auch eine Pflicht zur Herkunftsbezeichnung nicht schützen.

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