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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Griechenland: Am Scheideweg von Christian Kucznierz

Regensburg (ots) - Ganz gleich, wie sehr EU-Politiker auch mahnen, Griechenland solle nun nicht den Fehler machen und von seinen Reformbemühungen abrücken: Die Tatsache, dass sich das Linksbündnis Syriza ernsthaft Chancen auf einen Sieg bei den Parlamentswahlen machen kann, ist ein Ausdruck des Willens der griechischen Wähler. Und die Politik der EU-Länder ist der Grund für ihren Unmut. Im Endeffekt stimmen die Griechen Ende Januar nicht nur über die Zukunft ihres Landes ab, sondern auch über die EU. Das ist ihr gutes Recht und wer glaubt, sich jetzt mahnend zu Wort zu melden, sollte sich überlegen, was geschähe, würde sich das Ausland in Wahlen in seiner Heimat einmischen. Im Zweifel führt das zu Trotzreaktionen. Das freilich bedeutet nicht, dass die griechischen Wähler nicht genau überlegen müssen, wo sie ihr Kreuz machen. Massenarbeitslosigkeit verschwindet nicht über Nacht, auch nicht nach einem Regierungswechsel. Noch dazu nicht, wenn die Ursache in jahrzehntelanger Misswirtschaft liegen.

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