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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Martin Anton zu Privatisierungen in Portugal

Regensburg (ots) - Der Verkauf des Tafelsilbers bringt der portugiesischen Regierung eine kurzfristige Erleichterung für den Staatshaushalt. Die langfristigen Folgen sind aber noch nicht absehbar. Lange Zeit galten Privatisierungen als ideale Möglichkeit, um Effizienz, Wirtschaftlichkeit und guten Service zu garantieren - und den Staat zu entlasten. Doch auch in Deutschland gibt es nach der Privatisierungswelle um die Jahrtausendwende inzwischen zahlreiche Stimmen, die die Ergebnisse bei Bahn, Post und Telekom als zweifelhaft bezeichnen. Die EU-weite Privatisierung der Wasserversorgung scheiterte an Protesten aus der Bevölkerung. Gerade wenn es um Fragen der Grundversorgung geht, ist besondere Vorsicht geboten. Privatisiert ist schnell, die Rückgewinnung staatlichen Einflusses oft kompliziert. Doch diesem Problem wird sich wohl erst die Nachfolgeregierung in Lissabon stellen müssen.

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