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Mittelbayerische Zeitung: Begrenzung schadet
Kommentar zur Gymnasialreform in Bayern

Regensburg (ots) - Nur ein Viertel der Schüler soll künftig die neunjährigen Züge am Gymnasium besuchen dürfen - dieser Plan des Kultusministeriums sorgte gestern für Aufregung. Zwar ist derzeit noch gar nicht klar, wie viele Schüler Interesse daran haben, die Mittelstufe in vier statt drei Jahren zu durchlaufen. Das "Flexijahr", das ebenfalls ein Jahr mehr Lernzeit ermöglicht, stößt ja bislang auf wenig Resonanz. Ein Blick in andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Hessen oder Niedersachsen zeigt aber, dass viele Schüler und Eltern das G9 wollen. Durchaus möglich, dass man im Bayerischen Kultusministerium Sorge vor einem Ansturm auf die neunjährigen Züge hatte und deshalb lieber gleich auf eine Beschränkung setzt - auch, um Mehrkosten für zusätzliche Lehrerstunden zu begrenzen. Unklar ist zudem, nach welchen Kriterien Schulen die Bewerber für die G9-Züge auswählen sollen. Statt mehr Schülern mehr Zeit zu geben, besteht die Gefahr, dass die "Mittelstufe Plus" nur ein Notnagel für wenige, lernschwache Schüler wird.

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