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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Rücktritt von US-Justizminister Eric Holder:

Regensburg (ots) - Holder hat als erster schwarzer Justizminister Geschichte geschrieben. Furchtlos ging er die Ungerechtigkeiten an, die im Verhältnis zwischen den Rassen in den USA immer noch bestehen. Holder machte sich zum Sprachrohr des ersten afro-amerikanischen Präsidenten, der wegen seines Amtes sehr viel mehr Zurückhaltung üben musste. Dass die Republikaner den Rücktritt dieses Justizminister herbeisehnten, unterstreicht, wie effektiv der in der Bronx aufgewachsene Sohn karibischer Einwanderer war. Die Linke irritierte Holders Unterscheidung zwischen Bürgerrechten, deren Champion er war, und Bürgerfreiheiten, mit denen er laxer umging. Von der NSA-Überwachung über das harte Vorgehen gegen Geheimnisverräter wie Snowden bis hin zu der Auffassung, die USA dürften Staatsbürger ohne Gerichtsverfahren töten, wenn sie als Terroristen im Ausland operierten. Unterm Strich ist Holders Abgang ein großer Verlust für Obama, der nun seine liebe Mühe und Not haben wird, die Lücke zu füllen.

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