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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Protesten gegen Amazon: Konsequenz ziehen, von Marianne Sperb

Regensburg (ots) - Da wird Jeff Bezos aber schlimm erschrecken, wenn ihm Leser jetzt die Meinung sagen - oder? Der Protest der knapp 1000 US-Autoren ist ehrenwert, rührend sogar, aber kaum effizient. Die schlichte und unschöne Wahrheit ist: Das Monster, das lange auch von Verlagen gefüttert wurde, hat sich - und zwar auch zugunsten der Leser, die hier schnell und bequem an Bücher kommen - prächtig entwickelt. Was glauben die Menschen eigentlich, was ein Unternehmen tut, wenn es eine Monopolstellung erreicht und Preise diktieren kann? Wir wollen Milch von glücklichen Kühen, Kleider von sozial eingestellten Herstellern und freundliche Buchhändler um die Ecke. Aber wir kaufen im Discount, beziehen unsere T-Shirts aus Bangladesch und klicken unsere Bücher im Netz. Erstaunlich ist nicht das Vorgehen von Amazon. Erstaunlich ist, dass so viele freiheitlich und verantwortungsbewusst denkende Buchschreiber, Buchproduzenten und Buchleser bei Amazon vertreiben und kaufen. Das allerdings könnte sich gerade ändern.

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