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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Bernhard Fleischmann zu reichen deutschen Pensionären

Regensburg (ots) - Spötter mögen sagen, Beamte seien jene Berufsgruppe, die den Übertritt vom aktiven Erwerbsleben in den Ruhestand am allerwenigsten bemerkt - sowohl finanziell als auch was die tägliche Anstrengung betrifft. Das stimmt natürlich - für den einen schon, für den anderen keineswegs. Aber beim finanziellen Aspekt haben die Staatsdiener sehr wohl eindeutig Vorteile, und die beginnen nicht erst im Ruhestand. Dass Pensionäre jetzt so stark beim Vermögen zulegen, liegt auch an ihrer verlässlichen Erwerbsbiografie. Beamte können in der Mehrheit leichter planen: die Familie, den Hausbau oder Wohnungskauf, den Vermögensaufbau. Banken schätzen das, sobald es um einen Kredit geht. Bereits zu diesem Zeitpunkt legen die Beamten den Grundstein für späteren Wohlstand. Dieser Unterschied wird noch klarer ersichtlich, wenn man bedenkt, dass das Vermögen aller Deutschen binnen der vergangenen 10 Jahre inflationsbereinigt sogar spürbar gesunken ist. Umgekehrt heißt das, dass die von immer mehr Brüchen durchsetzte Erwerbsbiografie jüngerer Menschen ein höheres Risiko der Altersarmut und damit steigende Belastungen des Sozialstaats verspricht. Und dass berechenbare, sichere Arbeitsplätze volkswirtschaftlich segensreich wirken können. Selbst wenn manche dieser Jobs nicht immer als hyperdynamisch und fortschrittlich gelten.

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