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Mittelbayerische Zeitung: Lasst den Schiedsrichter nicht aussterben!
Kommentar zu Übergriffen gegen Fußball-Schiedsrichter

Regensburg (ots) - Der Mann hat etwas mit einem Torwart gemeinsam: Ein falscher Pfiff ist wie das Gegentor durch die Hosenträger. Dann ist der Schiedsrichter wie der Keeper der Schuldige, auf gut bayerisch: Er ist der Depp. Dabei gehört er zu den Selbstverständlichkeiten des Spiels wie Rasen, Ball und Eckfahnen. Das Problem: Wie auch in allen anderen Bereichen der Gesellschaft schwindet der Respekt im Umgang, der rabiater und rabiater wird. Es muss nicht gleich der Extremfall von körperlicher Gewalt sein. Schon verbale Entgleisungen und Dauersticheleien reichen, um den von Natur aus schwierigen Job unerträglich zu machen. Wer, bitte schön, lässt sich in der Freizeit gerne auf die unflätigste Art und Weise beschimpfen? Eben. Entgegenwirken kann jeder Sporttreibende, jeder Sportplatzbesucher. Der Schiedsrichterjob kann nämlich - man glaubt es kaum - auch richtig Spaß machen. Schiris sind Teil des Spiels und viele begreifen sich auch so. Die Klubs selbst können auch etwas tun und geeignete Personen melden, besser noch für die Aufgabe begeistern. Denn wie sagt der Regensburger Kreisspielleiter Rupert Karl so schön: "Die Vereine bekommen das zurück, was sie liefern." Wenn sie gar nichts liefern, wird irgendwann kein Spiel mehr angepfiffen werden. Manches wird ja erst geschätzt, wenn es nicht mehr da ist: Es wäre fatal, wenn es in Sachen Schiedsrichter soweit käme. Ein Spiel ohne Schiedsrichter ist genausowenig vorstellbar wie eines ohne Torhüter.

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