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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Eurokrise/zum Wirtschaftsweisen Prof. Christoph Schmidt "Das Rad weiterdrehen" von Christine Hochreiter

Regensburg (ots) - Das Gespräch mit einem Weisen macht nicht dümmer - im Gegenteil - und es bestätigt vor allem ein vages Gefühl: Die europäische Krise ist noch längst nicht beigelegt. Sie macht nur keine Schlagzeilen mehr. Während sich in Deutschland die große Koalition schon wieder im Klein-Klein der Tagespolitik und in Verteilungskämpfen zu verheddern droht, kämpfen Staaten wie Griechenland, Spanien oder Portugal um ihre Zukunft. Dafür dass sie den Gürtel enger schnallen müssen, machen sie - meist unausgesprochen - Europas Musterknaben verantwortlich. Dem geht es derzeit hervorragend. Erst am Freitag hat die Ratingagentur Standard & Poor's der Bundesrepublik erneut ein Spitzenzeugnis ausgestellt. Die Bonitätswächter aus den USA loben die hohe Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft - und auch die solide Haushaltspolitik. Wir erinnern uns: Mitte des vergangenen Jahrzehnts war Deutschland noch der kranke Mann Europas. Dann entwickelte sich die Bundesrepublik - nicht zuletzt auch dank mutiger Reformen - zur Wachstumslokomotive. Daher gilt: Die große Koalition darf das Rad nicht zurückdrehen. Sonst verliert Deutschland im Rest Europas komplett an Glaubwürdigkeit.

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