Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Eier-Skandal: "Der Illusions-Handel"

Regensburg (ots) - Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner gibt sich kämpferisch, als der Bio-Eier-Skandal auffliegt: "Die Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass drin ist, was drauf steht - auch bei Bio-Waren." Dabei ist diese Forderung gar nicht so kühn. Vielmehr sollte es selbstverständlich sein, dass der Inhalt zur Inhaltsangabe passt. Doch davon sind wir beim Einkauf weit entfernt. Wer sich davon überzeugen will, muss nur das Kleingedruckte auf den Verpackungen lesen. So ist es beispielsweise völlig legal, "Vollmilchschokolade" zu verkaufen, die nie einen Tropfen echter Vollmilch gesehen hat. Gerade erst beim Pferdefleisch-Skandal erzürnte die Verbraucher die Lebensmittel-Lüge. Doch diesmal liegt der Fall etwas anders: Bei Pferdefleisch schob man den schwarzen Peter noch der Sparmentalität der Verbraucher zu. Das geht bei den falschen Öko-Eiern allerdings nicht mehr. "Bio" heißt schließlich nicht billig. Behörden haben ihren Job nicht gemacht und das muss aufhören. Das ist auch selbstverständlich. Auto: Pascal Durain

Pressekontakt:

Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

Das könnte Sie auch interessieren: