Gesellschaft für Biofaktoren e.V.

Vitamin B1-Mangel schwächt das Herz: Diabetiker und Herz-Patienten sind besonders gefährdet!

Stuttgart (ots) - Ein Mangel an Vitamin B1 (Thiamin) kann das Herz und das Nervensystem ernsthaft schädigen. Diese als Beriberi bekannten Mangelsymptome erscheinen wie "ferne" Probleme der Unterernährung. Tatsächlich kann eine Vitamin B1-Unterversorgung aber auch bei wohlernährten Menschen auftreten und sich hier bis zu Beriberi-ähnlichen Symptomen, wie einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz), zuspitzen. Darauf weist die Gesellschaft für Biofaktoren e.V. (GfB) anlässlich des Welt-Herztags am 26.9. hin.

"Besonders gefährdet sind Diabetiker und Herz-Patienten, die ein Diuretikum ("Wassertabletten") einnehmen", warnt die Fachgesellschaft. Sowohl bei der Zuckerkrankheit als auch bei einer Diuretika-Behandlung wird das lebenswichtige Vitamin teils in großen Mengen über den Urin aus dem Körper herausgeschwemmt. Über die Ernährung allein können diese Verluste kaum ausgeglichen werden.

Dieser Problematik müsse dringend mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, appellieren die Experten von der GfB. Ein Thiaminmangel belaste das an sich schon stark gefährdete Herz dieser Patienten zusätzlich.

So haben Diabetiker gegenüber Nicht-Diabetikern ein doppelt so hohes Risiko, eine Herzschwäche zu bekommen. Neue experimentelle Studien zeigen, dass eine Behandlung mit der Thiamin-Vorstufe Benfotiamin bei Diabetes einer Herzschwäche entgegenwirkt (Circ Heart Fail 2010; 3:294-305).

"Benfotiamin wird vom Körper und den Geweben wesentlich besser aufgenommen als Thiamin", erklärt die GfB. Das sei eine wichtige Voraussetzung, um einen Mangel wirksam zu beheben und um therapeutische Effekte zu erzielen.

Auch eine klinische Studie (Am J Med 1995; 98: 485-90) bestätigt die Bedeutung von Thiamin bei diesen Risikogruppen: Bei herzinsuffizienten Patienten, die lange Zeit mit einem Diuretikum behandelt wurden, verschwanden nach einer Vitamin B1-Kur nicht nur die biochemischen Anzeichen für einen Mangel im Blut, sondern auch die Herzfunktion verbesserte sich.

Die Gesellschaft für Biofaktoren rät daher Diabetikern und Patienten, die mit einem Diuretikum behandelt werden, auf eine gesunde, vitaminreiche Ernährung zu achten. Vitamin B1 ist vor allem in Vollkornprodukten, Haferflocken, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten. Unabhängig davon empfehlen die Experten, die Vitamin B1-Versorgung durch ein Präparat sicherzustellen, welches das Vitamin in Form der besser bioverfügbaren Vorstufe Benfotiamin enthält. Benfotiamin wird auch erfolgreich in der Behandlung diabetischer Nervenschäden eingesetzt.

Weitere Informationen: www.gf-biofakoren.de

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Kerstin Imbery-Will
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