Bundesindustrieverband Deutschland Haus

Ergebnis der 3. Deutschen Wärmekonferenz
Politik und Heizungsindustrie: Heizungsmodernisierung hat Priorität für Klimaschutz

Köln (ots) - In einem Punkt herrschte bei allen Teilnehmern der 3. Deutschen Wärmekonferenz große Einigkeit: Nur mit attraktiven und verlässlichen Rahmenbedingungen kann die Modernisierung des veralteten deutschen Heizungsbestands erfolgreich forciert werden. "Die politischen Ziele zum Schutz des Klimas und zur Energieeinsparung müssen jetzt mit den angemessenen Mitteln ausgestattet werden", resümiert Klaus Jesse, Präsident des Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik BDH, das Ergebnis der gestrigen Konferenz. Dagegen wurden Verschärfungen der gesetzlichen Vorgaben sowohl von Vertretern der Wirtschaft als auch der Politik als untaugliches Mittel angesehen.

Auf Einladung des BDH trafen sich am 26.01.2010 in Berlin rund 250 Entscheider aus Politik und Wirtschaft bei der 3. Deutschen Wärmekonferenz zu einem engagierten politischen Meinungsaustausch. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Quote energetischer Modernisierungen des Gebäudebestands deutlich erhöht werden kann. Denn nur so können die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreicht werden.

Kritisch wurden deshalb in diesem Zusammenhang die derzeitigen Unsicherheiten bei der Ausstattung der Förderprogramme angesehen. So herrscht Unklarheit, in welcher Höhe in 2010 KfW-Mittel im Gebäudesanierungsprogramm zur Verfügung gestellt werden können. Derzeit ist eine Halbierung der Mittel von 2,2 Milliarden in 2009 auf nur noch 1,1 Milliarden 2010 im Gespräch. Beim erfolgreichen Marktanreizprogramm fordert der BDH in einer ge-meinsamen Resolution mit dem Bundesverband Erneuerbare Energien die Verdopplung der Mittel zur Förderung von Effizienz und Erneuerbarer Energien. Auch der Förderstopp im Impulsprogramm Mini-KWK-Anlagen für Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis zu 50 Kilowatt weise in die falsche Richtung: "Technologieentwicklung und Marktdurchdringung mit neuen Effizienztechnologien wird unter diesen Bedingungen erschwert", so Jesse weiter.

Lebhafte Diskussionen unter den anwesenden Parlamentariern löste die Forderung des Bundesverbandes Verbraucherzentrale (vzbv) nach einer Verwendung der abgeschöpften Gewinne aus der Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke für Effizienzmaßnahmen im Gebäudebereich aus. Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH, wies auf die hohen CO2-Minderungspotenziale hin, die im Wärmesektor zu erschließen sind. "Wir teilen die Auffas-sung, dass die abgeschöpften Gewinne nicht ausschließlich für Fördervorhaben im Elektrizitätsbereich verwendet werden dürfen! Wir brauchen eine Äquivalenz in der Mittelverteilung zwischen Strom- und Wärmesektor. Nur so kann effizienter Klimaschutz gewährleistet werden", kommentiert Lücke die Forderungen der vzbv.

Bei der 3. Deutschen Wärmekonferenz wurde auch der internationale Stellenwert der deutschen Heizungsindustrie deutlich. Der Marktanteil von über 60 Prozent in Europa und die technologische Spitzenposition weltweit zeigen die Leistungsfähigkeit dieser Industrie. Lücke erläutert die Chancen der Deutschen Industrie: "Europa dreht wegen der hohen Energiepreise und der ambitionierten Klima und Ressourcenschutzzielen voll auf Effizienz und erneuerbare Energie."

BDH: Verband für Effizienz und erneuerbare Energien Die im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) organisierten Unternehmen produzieren Heizungssysteme, wie Holz-, Öl- oder Gasheizkes-sel, Wärmepumpen, Solaranlagen, Lüftungstechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Klimaanlagen, Heizkörper und Flächenheizsysteme, Brenner, Speicher, Heizungspumpen, Lagerbehälter, Abgasanlagen und weitere Zubehörkomponenten. Die Mitgliedsunternehmen des BDH erwirtschafteten im Jahr 2009 weltweit einen Umsatz von 11,6 Mrd. Euro und be-schäftigten rund 60.000 Mitarbeiter. Auf den internationalen Märkten nehmen die BDH-Mitgliedsunternehmen eine Spitzenposition ein und sind technologisch führend.

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Carsten Dittmar
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