Bundesindustrieverband Deutschland Haus

Gemischte Bilanz der Deutschen Heizungsindustrie 2009
Heizungsmarkt wächst leicht - aber Nachfrage nach erneuerbaren Energien bricht ein

Berlin (ots) - Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) stellte heute auf seiner Bilanzpressekonferenz im Rahmen der 3. Deutschen Wärmekonferenz in Berlin aktuelle Marktdaten für 2009 vor. Insgesamt hat sich der Heizungsmarkt in Deutschland mit plus drei Prozent leicht positiv entwickelt. Bei den einzelnen Heiztechniken gab es allerdings große Unterschiede.

Gewinner waren Effizienztechniken wie Gas- und Öl-Brennwerttechnik sowie Lüftungsanlagen. Verlierer waren Systeme, die erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung nutzen. "Nach einem guten ersten Halbjahr ist die Nachfrage nach erneuerbaren Energien im zweiten Halbjahr massiv eingebrochen. Ordnungsrecht und Förderanreize müssen jetzt so optimiert werden, dass wir an die bis Mitte 2009 positive Entwicklung anknüpfen können", kommentierte BDH-Präsident Klaus Jesse.

In einer gemeinsamen Resolution haben BDH und der Bundesverband für Erneuerbare Energien (BEE) ein Maßnahmenpaket formuliert, das die Entwicklung in eine positive Richtung lenken soll. "Um das Modernisierungstempo zu beschleunigen, fordern wir weniger Ordnungsrecht, eine aufgestockte Förderung und Steuerabschreibungsmöglichkeiten", fasst Jesse die gemeinsame Resolution zusammen.

Große Erwartungen hegt der BDH hinsichtlich des für den Herbst von der Bundesregierung angekündigten Energiekonzepts. Der Wärmemarkt müsse endlich eine seiner Bedeutung angemessene Rolle spielen.

Für Systeme, die erneuerbare Energien nutzen, war das Jahr 2009 ein Rückschlag: Die Absatzzahlen für Systeme, die Sonne, Umweltwärme oder Holz zur Wärmeerzeugung einsetzen, lagen gegenüber 2008 im zweistelligen Minusbereich. "Das schwache zweite Halbjahr führte bei Wärmepumpen insgesamt zu einem Absatzminus von zwölf, bei Solarwärmeanlagen und Feststoffkesseln sogar zu einem Minus von 26 bzw. 25 Prozent", führte Jesse aus. Der BDH führt diesen Rückgang auf den starken Boom bei Photovoltaik und auf gegenüber 2008 deutlich niedrigere Energiepreise zurück.

Gegenläufig verlief die Entwicklung bei Brennwerttechnik: Hier wuchs die Nachfrage stark. Brennwerttechnik hat sich inzwischen mit einem Marktanteil von 60 Prozent durchgesetzt und den herkömmlichen Niedertemperaturkessel abgelöst. Rasant auch die Steigerungen beim Absatz von Lüftungsanlagen, die allein im letzten Jahr ein Absatzplus von 29 Prozent verzeichneten.

Hinweis für Redaktionen:

Ausführliches Datenmaterial zur Marktentwicklung sowie die gemeinsame Resolution von BDH und BEE finden Sie im Pressebereich des BDH unter: www.bdh-koeln.de

BDH: Verband für Effizienz und erneuerbare Energien Die im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) organisierten Unternehmen produzieren Heizungssysteme, wie Holz-, Öl- oder Gasheizkessel, Wärmepumpen, Solaranlagen, Lüftungstechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Klimaanlagen, Heizkörper und Flächenheizsysteme, Brenner, Speicher, Heizungspumpen, Lagerbehälter, Abgasanlagen und weitere Zubehörkomponenten. Die Mitgliedsunternehmen des BDH erwirtschafteten im Jahr 2009 weltweit einen Umsatz von 11,6 Mrd. Euro und beschäftigten rund 60.000 Mitarbeiter. Auf den internationalen Märkten nehmen die BDH-Mitgliedsunternehmen eine Spitzenposition ein und sind technologisch führend.

Pressekontakt:

Carsten Dittmar
Bundesindustrieverband Deutschland
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