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Fünfe gerade sein lassen? Mit Spenderorgan lieber nicht!

Bonn (ots) - Organtransplantierte können ein fast normales Leben führen. Doch in einem Punkt dürfen sie sich keine Nachlässigkeit leisten: Die Medikamente, die das Spenderorgan vor der Abstoßung schützen, müssen immer streng nach Anweisung eingenommen werden. Mangelnde Sorgfalt bei der Therapie kann das neue Organ schwerwiegend schädigen. Das zeigt zum Beispiel eine Untersuchung mit Nierentransplantierten: Danach werden 36 Prozent aller Spendernieren abgestoßen, weil die Betroffenen die verschriebenen Medikamente nicht sorgfältig einnehmen.

Häufig ist diese mangelnde Sorgfalt schlicht den Tücken des Alltags zuzuschreiben: Manche Betroffene lösen das Rezept nicht rechtzeitig ein oder vergessen einfach, ihre Medikamente einzunehmen. Andere haben diese nicht dabei, wenn sie unterwegs sind oder finden es schwierig, sich an Veränderungen bei der Medikation oder neue Dosierungen zu gewöhnen. Mitunter entscheiden sich Transplantierte auch ganz bewusst gegen die Therapie, etwa weil sie stark unter Nebenwirkungen leiden oder weil sie sich so gesund fühlen, dass sie die Notwendigkeit einer täglichen Medikamenteneinnahme nicht einsehen.

Darum dulden transplantierte Organe keine Nachlässigkeit

Damit das Immunsystem eines Transplantierten das Spenderorgan nicht abstößt, muss es mithilfe von Medikamenten heruntergefahren werden. Diese so genannten Immunsuppressiva haben die besondere Eigenschaft, dass sie nur in einem sehr engen Dosierungsbereich richtig wirken. Vergessene Medikamente können dazu führen, dass die Wirkstoffmenge im Blut unter die kritische Marke fällt und beim transplantierten Organ eine Abstoßungsreaktion auftritt. Auf der anderen Seite kann bereits eine leichte Überdosierung schwere Nebenwirkungen hervorrufen. Aus diesem Grund müssen diese Medikamente äußerst gewissenhaft und nach einem genauen Therapieplan eingenommen werden.

Was dabei hilft und worauf Lebertransplantierte im Alltag außerdem achten sollten, erklärt die kostenlose Broschüre "Organtransplantation Leber", postalisch oder im Internet erhältlich beim Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e.V. (BGV), Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.bgv-transplantation.de.

Literatur beim Verband erhältlich.

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