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EUCLID-Studie enthüllt, dass potenziell über 39.000 Fälle von Clostridium-difficile-Infektion jährlich unentdeckt bleiben

Barcelona, Spanien (ots/PRNewswire) - Clostridium difficile ist die Hauptursache von

Durchfall-Krankenhausinfektionen in den Industriestaaten[1]

Auf dem 24. Europäischen Kongress für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) wurden heute sämtliche Daten von EUCLID vorgestellt, der bislang grössten Prävalenzstudie zur Clostridium-difficile-Infektion (CDI) in ganz Europa. Das Datenmaterial aus 482 Europäischen Krankenhäusern zeigt, dass an einem einzigen Tag im Durchschnitt 109 Fälle von CDI wegen mangelndem klinischen Verdacht oder unzureichender Labortests unentdeckt bleiben, was potenziell zu 39.000 unentdeckten Fällen in Europa jährlich führt.[2]

Die multimediale Pressemitteilung finden Sie unter folgendem Link:

http://www.multivu.com/mnr/71400524-EUCLID-clostridium-difficile-infection

Die Studienergebnisse belegen, dass das Auftreten von CDI in Europa (im Vergleich zu früheren Studien) zugenommen hat, und zwar um 4,12[3] bis 7,9[2] Fälle auf 10.000 Patienten-Bettentage zwischen 2008 und 2012 bzw. 2013. Des Weiteren unterstreichen die neuen Daten, dass der CDI-PCR-Ribotyp 027, einer der virulentesten PCR-Ribotypen im Zusammenhang mit CDI-Ausbrüchen[4], in Europa am häufigsten auftritt.[5] Länder mit den höchsten Raten an CDI-Tests wiesen die geringsten Raten an diesem ansteckenden C. difficile-Erregerstamm auf.[5]

"Länder, die CDI mehr Aufmerksamkeit widmen, waren vermutlich in der Lage, die Ausbrüche im Zusammenhang mit den viurlentestem Errgerstämmen von C. difficile zu reduzieren, indem sie die Frühdiagnose dieser üblicherweise im Krankenpflegebereich auftretenden Infektionskrankheit verbessert haben", so Professor Mark Wilcox, Professor für Medizinische Mikrobiologie, Leeds Teaching Hospitals & University of Leeds. "Diese Studie zeigt auf, wie wichtig es ist, dass wir die Durchführung von CDI-Tests in Krankenhäusern verbessern, um dem zunehmenden Auftreten von CDI in Europa entgegenzuwirken."

Die europäische, multizentrische, prospektive zweijährige Punktprävalenzstudie zu Clostridium-difficile-Infektionen bei hospitalisierten Patienten mit Diarrhö (EUCLID) umfasste 482 Krankenhäuser in 20 europäischen Ländern.

Die kompletten Ergebnisse vergleichen Daten, die an zwei verschiedenen Tagen erfasst wurden, einer im Winter 2012/13 und einer im Sommer 2013. An jedem der zugeteilten Tage, übermittelten die teilnehmenden Krankenhäuser alle eingegangenen Stuhlproben an die jeweils zuständigen EUCLID National-Coordinating-Labors (NCLs). Im Ganzen wurden von den teilnehmenden Krankenhäusern 7.181 Stuhlproben eingereicht.[2]

Die Studienergebnisse zeigen belegte jüngste Änderungen in den CDI-Testrichtlinien und Methoden in ganz Europa auf, die zu einer besseren Testpolitik und Auswahl der Labormethoden geführt haben.[2] Das Datenmaterial zeigt, dass Falsch-Positiv-Raten zwischen den beiden Studientagen in den Ländern zugenommen hatten, in denen die Testabläufe und -methoden verbessert worden waren.[2] Ungeachtet dessen verwenden mehr als 50 % der Krankenhäuser noch immer nicht die exaktesten Testabläufe für CDI, und mehr als eine von fünf (21,8 %) Proben, die beim NCL positiv auf CDI getestet wurde, war im Krankenhaus vor Ort nicht untersucht worden.[2] Zusätzlich belegen die Ergebnisse, dass mehr als die Hälfte (52,1 %) der Krankenhäuser in Europa nur auf Anforderung von Ärzten CDI-Tests durchführen.[2]

"Die Richtlinien schreiben vor, dass Krankenhäuser jeden ungeformten Stuhl auf CDI testen müssen, sofern der Grund der Diarrhö unklar ist. Wir bemerken jedoch nach wie vor Probleme mit einem Mangel an klinischem Verdacht und einem Mangel an CDI-Tests", kommentierte Professor Mark Wilcox. "CDI ist eine Krankheit, die den Patienten erhebliches Leid verursacht und für die Krankenhäuser in Europa eine immense wirtschaftliche Belastung darstellt. Diese Ergebnisse zeigen, dass es noch viel zu tun gibt, um den Umgang mit und die Vorsorge vor CDI zu optimieren."

Die EUCLID-Studie wird koordiniert von der University of Leeds, Vereinigtes Königreich, durch Professor Mark Wilcoxs Forschungsgruppe, mit Unterstützung der EUCLID Core Group. Die Studie wurde angeregt und finanziell unterstützt von der Astellas Pharma Europe Ltd.

Über die Clostridium-difficile -Infektion

CDI ist eine schwere Krankheit, die infolge einer Infektion der Darminnenwand mit dem Bakterium C. difficile entsteht. Das Bakterium produziert Toxine, die zu einer Entzündung des Darms, zu Durchfall und in manchen Fällen zum Tod führen können.[6] Patienten entwickeln CDI üblicherweise nach einer Behandlung mit Breitband-Antibiotika, welche die normale Darmflora zerstört und so die ungehemmte Ausbreitung von C. difficile-Bakterien fördert.[7] CDI ist die Hauptursache für Durchfall-Krankenhausinfektionen (nosokomiale Diarrhö) in den Industrieländern [8] und CDI-Risiko und Rückfallraten sind besonders hoch bei Patienten ab 65 Jahren. [9]Bei den derzeit üblichen Therapien kommt es bei 25 % der CDI-Patienten innerhalb von 30 Tagen nach der Behandlung zu einem Rückfall.[10],[11],[ 12] Die Europäische Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ESCMID) sieht in Rückfällen das vordringlichste Problem bei der CDI-Behandlung.[13]

Über Astellas Pharma Europe Ltd.

Astellas Pharma Europe Ltd., mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich, ist eine europäische Tochtergesellschaft der in Tokyo ansässigen Astellas Pharma Inc. Astellas ist ein Pharmakonzern, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in aller Welt durch die Versorgung mit innovativen und zuverlässigen Pharmazeutika zu einer besseren Gesundheit zu verhelfen. Als globales Unternehmen hat sich Astellas dazu verpflichtet, durch eine Kombination von erstklassiger Forschung und Entwicklung mit Marketingfähigkeiten auf dem pharmazeutischen Weltmarkt weiter zu wachsen. Astellas Pharma Europe Ltd. unterhält 21 Niederlassungen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über einen Standort für Forschung und Entwicklung sowie drei Produktionsstätten in Europa. Das Unternehmen beschäftigt in diesen Regionen ungefähr 4.300 Mitarbeiter. Weitere Informationen über Astellas Pharma Europe finden Sie auf http://www.astellas.eu.

Literaturhinweise

1. Ananthakrishnan AN. Clostridium difficile infection: epidemiology, risk factors and management. Nat Rev Gastroenterol Hepatol 2011;8:17-26.

2. Davies KA, et al. Second report from the EUropean, multi-centre, prospective bi-annual point prevalence study of CLostridium difficile Infection in hospitalised patients with Diarrhoea (EUCLID) PO753. Präsentiert auf dem ECCMID 2014.

3. Bauer MP et al. Clostridium difficile infection in Europe: a hospital-based survey. Lancet 2011; 377:63-73.

4. Kuijper EJ, Coignard B, Tull P. Emergence of Clostridium difficile-associated disease in North America and Europe. Clin Microbiol Infect 2006;12 Suppl 6:2-18.

5. Davies KA. Increased diversity of C. difficile PCR-ribotypes across European countries and disparity of 027 prevalence; results of a European prevalence study of Clostridium difficile infection (EUCLID) präsentiert auf dem ECCMID 2014.

6. Poutanen SM, et al. Clostridium difficile-associated diarrhoea in adults. CMAJ 2004;171:51-8.

7. Kelly CP, et al. Clostridium difficile infection. Ann Rev Med 1998;49:375-390.

8. Crobach MJ, et al. European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID): Data review and recommendations for diagnosing Clostridium difficile-infection (CDI). Clin Micro Infect 2009;15:1053-1066.

9. Pepin J, et al. Increasing risk of relapse after treatment of Clostridium difficile colitis in Quebec, Canada. Clin Infect Dis 2005;40:1591-7.

10. Bouza E, et al. Results of a phase III trial comparing tolevamer, vancomycin and metronidazole in patients with Clostridium difficile-associated diarrhoea. Clin Micro Infect 2008;14(Suppl 7):S103-4.

11. Lowy I, et al. Treatment with Monoclonal Antibodies against Clostridium difficile Toxins. N Engl J Med 2010;362;3:197-205.

12. Louie TJ, et al. Fidaxomicin versus vancomycin for Clostridium difficile infection. N Engl J Med 2011;364:422-31.

13. Bauer MP, et al. European Society of Clinical Microbiology and Infectious Disease (ESCMID): treatment guidance document for Clostridium difficile-infection (CDI). Clin Micro Infect 2009;15: 1067-79.


Video: 
http://www.multivu.com/mnr/71400524-EUCLID-clostridium-difficile-infection
 

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