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Risiko für Todesfälle durch Schweinegrippe angeblich gesunken

Hamburg (ots) - Die Gefährlichkeit des Schweinegrippe-Virus ist nach Angaben der Biotechfirma Replikins deutlich gesunken. Das Risiko für Todesfälle durch H1N1 soll nach einem Höhepunkt im Frühjahr und Frühling inzwischen auf ein nicht mehr epidemisches Maß gefallen sein, meldet das Unternehmen mit Sitz in Boston. Die Infektiösität jedoch sei gestiegen. Als Parameter für Verhalten und Gefährlichkeit von Viren verwendet das Unternehmen den so genannten RC (Replikin Count), mit dem die Fähigkeit des Virus, sich schnell zu vermehren, quantifiziert und beurteilt wird. Dies berichtet der Ärztenachrichtendienstes (änd) heute in Hamburg.

Eine Abnahme dieses Parameters habe bereits das Ende von drei Influenza-Pandemien im letzten Jahrhundert signalisiert, ebenso das Ende des SARS- und des Vogelgrippe-Ausbruchs in den Jahren 2003 und 2008.

Replikons sind in der Genetik Einheiten von Genen, die an einem Stück repliziert werden. Bislang seien zwei Gene identifiziert, worden, von denen das eine mit der Infektiösität, das andere mit der Letalität assoziiert sein soll. Der Parameter RC ist die Zahl der Replikons auf 100 Aminosäuren. Ein Anstieg des RC im einen Gen signalisiert eine Zunahme der Infektiösität, ein Anstieg des RC im anderen Gen eine Zunahme des Risikos für Todesfälle.

Die Biotech-Firma hat bereits Ende September eine Zwischenanalyse zum verminderten Risiko für Todesfälle durch H1N1 erstellt, die inzwischen durch weitere eigene aktuelle Daten, aber auch durch die epidemiologischen Befunde der "Centers of Disease Control and Prevention" bestätigt worden ist. Noch im April 2009 hatte Replikins vor einer Schweinegrippe-Epidemie gewarnt, da der RC Werte erreicht hatte, die seit der Influenza-Pandemie von 1918 nicht mehr gesehen worden waren.

Die Biotech-Firma des Ehepaars Drs. Samuel und Elenore Bogoch will selbstverständlich auch etwas verkaufen - zum Beispiel eine spezielle Software namens FluForecast®, mit der bereits die Ausbrüche der Vogelgrippe und der Schweinegrippe frühzeitig und korrekt vorhergesagt wurden.

Darüber hinaus hat das Unternehmen eine rein synthetische, oral oder intranasal zu verabreichende Vakzine (Replikins[TM]) gegen H1N1 entwickelt und getestet, die innerhalb von sieben Tagen produziert werden könne und bei Tests mit Hühnern die Ausscheidung des Vogelgrippe-Virus komplett verhindert habe. Daten hierzu sind Mitte November auf einem Influenza-Kongress in Washington präsentiert worden. Die Biotechfirma hat inzwischen angekündigt, speziell für Produktion und Vertrieb des synthetischen Impfstoffs die Firma WorldVaccines[TM] zu gründen.

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