Mentorenprogramm für Nachwuchsjournalisten startet in neue Runde
Netzwerk JungeJournalisten.de und Jugendpresse Deutschland helfen Abiturienten und Erstsemestern in die heiß umkämpfte Medienwelt

    Frankfurt a.M. (ots) - Das Netzwerk JungeJournalisten.de und die Jugendpresse Deutschland starten eine neue Runde ihres Mentorenprogramms. Damit werden bereits zum zweiten Mal talentierte Nachwuchsjournalisten bei ihrem Einstieg in die heiß umkämpfte Branche unterstützt. Im Mittelpunkt des Programms steht der Erfahrungsaustausch zwischen Mentoren und den sogenannten Mentees, die meist Abiturienten oder Erstsemester sind. Im Frühjahr 2006 war bereits die erste Runde erfolgreich gestartet: Seitdem werden 19 junge Leute mit dem Berufsziel "Journalist" von jeweils einem Mentor aus dem Netzwerk JungeJournalisten.de betreut, darunter etwa Redakteure von "Spiegel", "Zeit" und dem ZDF. Auch jetzt warten gut 20 bereits erfahrende Jungjournalisten aus Medien wie der "Frankfurter Rundschau" und dem Bayerischen Rundfunk darauf, ihr Wissen weiterzugeben.

    "Das Mentorenprogramm soll ein Wegweiser im Labyrinth der Ausbildungsmöglichkeiten sein", sagt der Projektverantwortliche Oliver Bilger vom Netzwerk JungeJournalisten.de. Im Gegensatz zu vielen durchstrukturierten Ausbildungen biete der Journalismus einen offenen Zugang. Statt einem Königsweg gebe es viele verschiedene Möglichkeiten, in den Beruf einzusteigen, die junge Leute aber auch verwirren können. "Das Ziel unserer Tandems soll es deshalb sein, für die Teilnehmer des Mentorenprogramms den jeweils besten Weg herauszufinden", erklärt Bilger. "Die Jugendpresse freut sich sehr, mit dem Mentorenprogramm Talente entdecken und fördern zu können - neben dem individuellen persönlichen Coaching wird es zum Beispiel zu den Jugendmedientagen nicht nur Freiplätze, sondern auch eine Vernetzung der Mentees geben", sagt Vorstandssprecher Sebastian Olényi.

    Das bewährte Mentorenprogramm nimmt junge Leute im Alter von 17 bis 20 Jahren auf, die bereits erste Erfahrungen im Journalismus gesammelt haben und deshalb wissen, dass sie diesen Weg auch wirklich einschlagen wollen. Sie sollten bei ihrer Schülerzeitung, dem örtlichen Jugendmagazin, der Lokalzeitung oder einem Lokalradio in der Beruf "geschnuppert" haben, kurz vor ihrem Schulabschluss stehen oder gerade ein Studium begonnen haben. Ihrer Bewerbung sollten sie zudem einen kurzen Lebenslauf, erste Arbeitsproben sowie einen Fragebogen ausgefüllt beilegen, in dem sie unter anderem erklären, warum sie Journalist werden wollen und auch ein konkretes Ziel benennen, das sie mit dem Mentorenprogramm erreichen wollen.

    Alle Bewerbungsunterlagen gibt es auf www.jungejournalisten.de/mentor.php , weitere Informationen stehen auch auf www.jugendpresse.de bereit. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember 2007.

    Die Mentoren sind Mitglieder des Netzwerks JungeJournalisten.de, das Journalisten bis zu einem Alter von 30 Jahren aufnimmt und inzwischen mehr als 250 Nachwuchstalente vereint. Sie alle, die sie auf der geschützten Internetplattform Branchentipps und Erfahrungen austauschen und sich bei Veranstaltungen mit den Machern der Leitmedien treffen, haben den Weg in den Journalismus bereits geschafft, arbeiten etwa als Volontäre oder Redakteure beim Bayerischen Rundfunk, der "Frankfurter Rundschau", dem ZDF, der Deutschen Presse-Agentur und RTL. Ihre Erfahrungen bis dahin wollen sie jetzt an den Nachwuchs weitergeben, damit Stolpersteine frühzeitig umgangen werden können.

    Als Mentoren sollen sie den Nachwuchs zwei Jahre lang begleiten und beratend zur Seite stehen. Mögliche Hilfestellungen kann der Mentor etwa bei Fragen zum Berufsweg, zur Studienwahl, zu Recherchen und zu Bewerbungen geben. Aber auch mit dem ein oder andern Kontakt werden sie selbstverständlich aushelfen.

    "Ich fand die Idee klasse, die hinter dem Mentorenprogramm steckt: ein Mentor, der mich über drei Jahre hinweg begleitet", sagt Bettina Mehltretter. Die 19-Jährige ist seit der ersten Runde Mentee des gemeinsamen Programms von JungeJournalisten.de und der Jugendpresse Deutschland. "Meine Mentorin, motiviert mich ungemein, gab Tipps - und redigiert auch erste Texte. Ich bin gespannt, was ich noch von ihr lernen kann!"

    Aber auch die Mentoren brennen auf eine Fortsetzung: "Junge Journalisten brauchen eine Anleitung in dieser grellen Medienwelt, in der Ruhm, Glanz und Gloria oft mehr zählen als harte Fakten und Informationen. Mentoren können diese Anleitung geben", ist sich etwa Pauline Tillmann sicher. Die 25-Jährige ist inzwischen Volontärin beim Bayerischen Rundfunk und eine der Mentoren der zweiten Runde. Sie findet Nachwuchsförderung wichtig und sagt: "Das ist eine Investition in die Zukunft." Damit folgt sie übrigens dem inoffiziellen Motto des Netzwerks JungeJournalisten.de, das da heißt: "Helfe anderen, dann hilfst du dir selbst!"

Pressekontakt:
Oliver Bilger, Projektverantwortlicher im Netzwerk
JungeJournalisten.de, oliver@jungejournalisten.de, (0176) 24 03 14 98
sowie Sebastian Olényi, Vorstandssprecher Jugendpresse Deutschland,
(0163) 76 53 694