Die große emotion-Glücksstudie 2007: "Was Deutschland glücklich macht":
Regionale Ergebnisse: Norddeutsche sind am glücklichsten
Ostdeutsche hatten am häufigsten eine glückliche Kindheit
Hamburg (ots) - Im Auftrag der Zeitschrift emotion, dem Magazin für Persönlichkeit, Partnerschaft und Psychologie aus dem Hause Gruner + Jahr, hat das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) die aktuellen und individuellen Glücksstrategien der deutschen Bevölkerung untersucht. Die repräsentative emotion-Studie zeichnet insgesamt das Bild eines recht zufriedenen Deutschlands: Über zwei Drittel der Menschen sind zumindest tendenziell glücklich (72 Prozent).
Nord / Süd / Berlin: Norddeutsche sind am glücklichsten
Im Norden Deutschlands geben sogar 78 Prozent an, zumindest tendenziell glücklich zu sein, gefolgt von der Region Rhein-Main/Südwest (75 Prozent), Nordrhein-Westfalen (73 Prozent) und Bayern (72 Prozent). Am unglücklichsten sind mit nur 46 Prozent die Berliner.
Auch was die Überzeugung angeht, in den Dingen stets das Positive zu sehen verschaffe Lebensglück, bilden die Berliner das Schlusslicht: Lediglich 32 Prozent meinen, dass Optimismus einen Menschen glücklich macht. Für die Bayern dagegen ist diese Haltung mit 57 Prozent eine deutlich wichtigere Glücksquelle als für Menschen in allen anderen Regionen Deutschlands.
Ein sehr deutlicher Unterschied zwischen Bayern und Berlin tut sich auch beim Glauben auf: Während er für 31 Prozent der Bayern eine Quelle des Glücks ist, trifft dies auf lediglich 8 Prozent der Berliner zu. In Berlin sind 28 Prozent überzeugte Atheisten, in Bayern nur 3 Prozent.
Dagegen stehen in Berlin Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation hoch im Kurs: 18 Prozent nutzen sie, um ihre Stimmung zu verbessern (gesamt nur 8 Prozent), für 16 Prozent sind sie eine persönliche Glücksquelle (gesamt nur 6 Prozent).
Ost / West: Ostdeutsche hatten am häufigsten eine glückliche Kindheit
73 Prozent der Menschen im Westen sind zumindest tendenziell glücklich, im Osten lediglich 64 Prozent.
Dafür hatten die Menschen im Osten mit 75 Prozent am häufigsten eine glückliche Kindheit (im Westen nur 70 Prozent). Glücksgefühle verspüren sie am ehesten im Urlaub, während sowohl die Menschen im Westen als auch die Berliner am häufigsten angeben, dass Verliebtsein sie glücklich macht.
Während für knapp die Hälfte der Ostdeutschen ein Lottogewinn gleichbedeutend mit Glück ist, gilt dies nur für gut ein Drittel der Westdeutschen (49 Prozent versus 35 Prozent). Entsprechend mehr Menschen im Osten als im Westen empfinden "viel Geld zu haben" als eine Quelle des Glücks (51 Prozent versus 41 Prozent).
Die kompletten Studienergebnisse wurden am 12. Februar auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt und werden in emotion-Ausgabe 3/07 (ab sofort im Handel) veröffentlicht. Einen Mitschnitt der Pressekonferenz können Sie online unter www.emotion.de/pressekonferenz sehen. Unser Service für Radiostationen: Auf der Seite www.medienkontor-audio.de kann Audio-Material zum Thema kostenlos herunter geladen werden. Auf Wunsch steht druckfähiges Bildmaterial zur Verfügung.
Methode der Untersuchung: An eine Reihe von 25 Tiefeninterviews schloss sich eine umfangreiche Mehrthemenumfrage an, bei der zwischen dem 6. Oktober und 8. November 2006 eine für die Bevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren repräsentative Stichprobe von 1731 Personen befragt wurde. Vor allem wurden Fragen nach dem Glücksverständnis und Glückserleben gestellt, aber auch nach kleinen Strategien, um die eigene Stimmung aufzuhellen. In einem weiteren Teil der Untersuchung ging es um Leitbilder und Leitfiguren, die den Befragten bei den Bemühungen um das Glück möglicherweise vor Augen stehen. Zudem wurden Faktoren erhoben, die Einfluss auf das Lebensglück haben.
Pressekontakt:
München, 16. Februar 2007
Für Rückfragen:
Leslie Middelmann
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G+J Frauen/Familie/People
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