Hohes Risiko: Medikamente im Internet kaufen
Viele Online-Apotheken verkaufen laut Brandjacking Index von MarkMonitor zweifelhafte Medikamente
Darmstadt (ots) -
Der aktuelle Brandjacking Index von MarkMonitor ist alarmierend: Ein überwiegender Teil aller Online-Apotheken wird von Kriminellen betrieben. Die Qualität und Herkunft der Medikamente, die sie verkaufen, ist mehr als zweifelhaft. Die wenigsten Medikamentenshops im Internet veröffentlichen ihre Zulassung, zudem bieten sie keinerlei Sicherheitsvorkehrungen, die ansonsten im elektronischen Handel Standard sind. Die fragwürdigen Internet-Apotheken stellen nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit der Kunden dar, sie bedrohen auch den Wert bekannter Medikamentenmarken. Darüber hinaus sind die persönlichen Daten, die der Kunde im Online-Shop hinterlässt, komplett ungeschützt.
"Unsere Daten zeigen, dass starke Marken - wie in diesem Fall von Medikamenten - im Internet schamlos von Kriminellen für bösartige Zwecke missbraucht werden", sagt Irfan Salim, President und Chief Executive Officer von MarkMonitor. "Sich überlebenswichtige Medikamente billig im Internet zu besorgen, kann Leib und Leben gefährden. Gewährleistungsausschlüsse sind keineswegs ausreichend. Die Unternehmen, denen die Marken gehören, müssen dafür sorgen, dass diese auch im Internet geschützt sind."
Der vierteljährliche Brandjacking Index ist ein unabhängiger Bericht von MarkMonitor. Er analysiert, in welchen Branchen Markenmissbrauch besonders häufig ist und welche aktuellen Tricks die Cyberkriminellen einsetzen. Der aktuell vorgestellte Bericht hat den Schwerpunkt auf Medikamentenmarken.
Ausgewählte Ergebnisse sind:
- Von den 3.160 untersuchten Online-Apotheken sind nur vier als
"Verified Internet Pharmacy Practice Site (VIPPS)" akkreditiert.
VIPPS ist ein internationaler Nachweis für die Rechtmäßigkeit
und Vertrauenswürdigkeit des Apothekenangebots.
- Zehn Prozent der Online-Apotheken verlangen kein Rezept auf
eigentlich rezeptpflichtige Medikamente.
- Eine ausgewählte Medikamentenmarke kostet bei
VIPPS-akkreditierten Online-Apotheken durchschnittlich 10,85
US-Dollar. Bei nicht akkreditierten Seiten kostet das gleiche
Medikament durchschnittlich nur 2,72 US-Dollar.
- Online-Apotheken setzen mit den untersuchten sechs
Medikamentenmarken jährlich vier Milliarden US-Dollar um.
- Ein Drittel aller Online-Apotheken wird täglich im Durchschnitt
von 32.000 Besuchern frequentiert. Sie werden sogar von Alexa
gerankt.
- 59 Prozent der 3.160 Online-Apotheken werden in den USA
gehostet, gefolgt von England. In Deutschland sitzen 2 Prozent
aller Internet-Medikamentenshops.
- Mehr als die Hälfte der Online-Apotheken schützen die
Kundendaten nicht. Es gibt keine SSL-Verschlüsselung des
Datenverkehrs. 20 Prozent aller E-Mails von und zum Kunden nach
Kaufeinwilligung enthalten Links zu unverschlüsselten
Kundendaten.
- MarkMonitor untersuchte auch 21 Medikamenten-Zwischenhändler im
Internet: Sie bieten die Arzneimittel unverpackt an, was die
komplette Versorgungskette der Medikamente unter Verdacht bringt
- gefälschte und damit gefährliche Medikamente lassen sich
leicht untermischen. Allein für die evaluierten sechs
Medikamentenmarken wurden 75 Millionen einzelne Pillen zum
Verkauf angeboten.
Für den kompletten Brandjacking Index Bericht von MarkMonitor wenden Sie sich bitte an maria.riedel@maisberger.com , Tel. 089-419599-46.
Gerne vermitteln wir Ihnen auch einen kompetenten Gesprächspartner von MarkMonitor.
Über MarkMonitor
MarkMonitor bietet ein umfassendes Set an Lösungen und Services, um Marken vor Missbrauch im Internet zu schützen. MarkMonitor steht damit für ein sicheres Internet und verhindert Online-Betrug, Markenmissbrauch und unautorisierten Vertrieb von Markenware.
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Sales Manager Central Europe
Kinzigweg 11
64297 Darmstadt
Tel: 06151/506082, Fax: 06151/506083
E-Mail: dieter.wichmann(at)markmonitor.com
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