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ots.Audio: Revier im Wandel der neue Tatsachenroman von Rafael Seligmann ist da

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    Hamburg (ots) -

    Der zweite Teil der Kohle-Saga mit dem Titel Revier im Wandel von Rafael Seligmann schreibt die Familiengeschichte der Bialos - und mit ihr die des Ruhrgebiets - fort bis in die heutige Zeit: 40 Jahre voller Krisen, Chancen und gesellschaftlicher Umwälzungen.

          O-TON Rafael Seligmann
"Also mein Buch soll sowohl Geschichtsbuch als historische
Dokumentation aber auch eine Dokumentation der Gefühle, also ein
Roman sein. Also ich versuche alles miteinander zu verknüpfen. Die
Leute leben ja nicht im luftleeren Raum, sondern in ihrer Zeit. Und
ein Kumpel im Jahre 1893 und seine Familie, die haben sich ja ganz
anders verhalten als jemand im Jahre 1985. Da war eine größere Armut,
eine größere Unsicherheit."

          Ob die Mondlandung 1969, Tschernobyl 1986, Ölkrise 1973,
Maueröffnung 1989, der 11. September oder die Industrieentwicklung im
Revier - Seligmanns Roman erzählt, was die Menschen in ganz
Deutschland, vor allem aber im Revier bewegt hat.

          TON Stephan Benson Absatz_01
Im Folgejahr der Ölkrise bewies die Ruhrkohle, dass auf sie Verlass
war. Statt dem Muster der internationalen Ölkonzerne die Preise
hochzutreiben und Gewinne abzuzocken, konzentrierte sich das
Kohleunternehmen darauf, die deutsche Industrie, die
Stromversorgungsunternehmen und die Haushalte mit preiswerter
einheimischer Kohle zu versehen. Die Elektrizitätsunternehmen
reagierten rasch auf die Verknappung und drastische Verteuerung des
Erdöls und musterten Petroleum als Heizstoff aus.

          Eine spannende Reise durch die Geschichte des Ruhrgebietes und
der Beweis, dass ein Roman, der sich an wahren Begebenheiten
orientiert, alles andere als langweilig sein muss.

    Dafür sorgt vor allem die -erfundene- Bergbaufamilie Bialo, die bereits im ersten Teil der Kohle-Saga die Hauptrolle gespielt hat. Mutter Renata zum Beispiel hält als Clan-Chefin die Familie in den schweren Zeiten zusammen. Als Hebamme hat sie schon vielen Kumpeln auf die Welt geholfen.

    Die Aufgabe des Chronisten überträgt der Autor einem gewissen Ludwig Gruber, Chefredakteur der fiktiven "Ruhr-Zeitung". Er ist es auch, der die Stimmung im Revier auffängt und niederschreibt:

          TON Stephan Benson Absatz_04
Während Ludwig seine Tochter zum Schulhaus brachte, tänzelte sein
Gedächtnis durch die letzten Jahre im Leben seiner Familie, seines
Berufes und Deutschlands. Schmerzlich vermisste er seinen Onkel.
Anton hatte ihn ins Revier gebracht, dieses deutsche Herzland im
Aufbruch, weil der leidenschaftliche Bergmann im Gegensatz zu manch
intellektuellem Schlaumeier felsenfest davon überzeugt war, dass der
deutsche Kohlebergbau überleben - und am Ende gedeihen - würde.

          Geht es nach dem Willen der Politik soll 2018 Schluss sein mit
der Förderung der Steinkohle in Deutschland. Sechs Jahre vorher, im
Jahr 2012 wird dies aber noch einmal vor dem Hintergrund der
Entwicklung an den Rohstoffmärkten überprüft. Autor Rafael Seligmann
glaubt nach seinen Recherchen für den Roman an die Zukunft des
Steinkohlebergbaus ...

          TON Rafael Seligmann
"Ich sehe noch keinen Untergang. Deutschland hat für 200 Jahre
Kohlevorräte und ich bin ganz fest überzeugt, dass man noch eines
Tages heilfroh sein wird, dass man es braucht. Die Geschichte dieses
Landes und der Bergbau sind untrennbar. Natürlich hat beides seine
Geschichte. Insofern sehe ich da keinen Widerspruch und ich würde
allen zureden, nicht zu verzagen, weiter an die Zukunft des Bergbaus
zu glauben."

          Das Buch "Revier im Wandel - Die Kohle-Saga geht weiter" von
Rafael Seligmann ist im Verlag Hoffmann und Campe erschienen und hat
352 Seiten.

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