DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG

Rekord für die Lebensretter aus der Luft

DRF-Rettungshubschrauber des Typs EC 135 im Flug. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/DRF Deutsche Rettungsflugwacht e.V."

Filderstadt (ots) - Niemals zuvor wurde die Luftrettungsallianz TEAM DRF zu so vielen Einsätzen alarmiert wie im Jahr 2007. Die Zahl stieg auf 39.111, das sind 2.612 Rettungseinsätze bzw. 7,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Zu den häufigsten Alarmierungsgründen für die Luftretter zählten lebensgefährliche Erkrankungen, wie z.B. Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie Unfälle. In Deutschland transportierten die TEAM DRF-Hubschrauber 3.685 Schlaganfallpatienten in Spezialkliniken. Zusätzlich leisteten die Luftretter 3.084 Herzinfarktpatienten schnelle Hilfe. 3.168 Opfer von Verkehrsunfällen verdanken den TEAM DRF-Hubschraubern notärztliche Versorgung.

Durchschnittlich waren die Lebensretter aus der Luft pro Tag 107-mal im Einsatz. Der einsatzstärkste Arbeitstag war der 14. Juli 2007. Über 120 Patienten erhielten in Deutschland durch die TEAM DRF-Hubschrauber rettende Hilfe aus der Luft.

Einsatzstärkste Hubschrauber

Einsatzstärkster Rettungshubschrauber im TEAM DRF war "Christoph 27", der im Großraum Nürnberg zur Rettung von Notfallpatienten im Einsatz ist (1.682 Einsätze). "Christoph Sachsen-Anhalt" war der am häufigsten für dringende Patiententransporte eingesetzte TEAM DRF-Hubschrauber (1.168 Einsätze). Er ist der einzige Intensivtransporthubschrauber in Sachsen-Anhalt, der 24 Stunden einsatzbereit ist.

Mögliche Gründe für die Rekordzahlen

Ein Hauptgrund für die gestiegenen Einsatzzahlen der Luftretter sind die strukturellen Veränderungen im deutschen Gesundheitswesen. In strukturschwachen Gebieten herrscht zunehmend ein Mangel an bodengebundenen Notärzten. Damit wird die Luftrettung des TEAM DRF immer wichtiger für eine lückenlose Notfallversorgung der Bevölkerung. Aufgrund der Einführung moderner Therapieverfahren und der veränderten Krankenhauslandschaft werden Notfallpatienten nach der Erstversorgung über weitere Strecken in Spezialkliniken gebracht. Darüber hinaus steigt die Zahl der Transporte zwischen Kliniken, um Intensivpatienten eine bestmögliche Therapie in Spezialkliniken zu ermöglichen.

Mehr Effizienz in der Luftrettung

Aufgrund des Umbruchs im Gesundheitswesen müssen Kosten gespart und trotzdem Patienten umfassend versorgt werden. Die Luftretter des TEAM DRF leisten einen wichtigen Beitrag, um die Notfallrettung effizienter zu machen. Über 120 Rettungsleitstellen in Deutschland wurden bisher durch das TEAM DRF mit dem innovativem System "Rescue Track" ausgestattet, das es erstmals ermöglicht, die Position und Einsatzbereitschaft von Rettungshubschraubern immer im Blick zu haben. "Insbesondere die Patienten in strukturschwachen Regionen profitieren von einer effizienteren und schnelleren Hubschrauberdisposition", erläutert Steffen Lutz, Geschäftsführer der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) die Vorteile. Die DRF engagiert sich derzeit für eine flächendeckende Einführung dieses zukunftsweisenden Ortungssystems im gesamten deutschen Luftrettungsnetz, also auch bei anderen Luftrettungsbetreibern wie dem ADAC und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Hintergrundinformationen zum TEAM DRF

Zum TEAM DRF gehören die gemeinnützige Luftrettungsorganisation DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.), die deutschen Partner HDM Luftrettung gGmbH und HSD Hubschrauber Sonder Dienst Flugbetriebs GmbH & Co.KG sowie die österreichische ARA-Flugrettungs GmbH und Helitalia S.p.A., das italienische Partnerunternehmen. An 43 Luftrettungszentren in Deutschland, Österreich und Italien hält das TEAM DRF über 50 Hubschrauber für die Notfallrettung und für Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken bereit - an acht Standorten sogar rund um die Uhr. Rund 700 Notärzte, 400 Rettungsassistenten, 180 Piloten und 90 Techniker sind für das TEAM DRF im Einsatz. Über die regionale Luftrettung hinaus führte das TEAM DRF im vergangenen Jahr 778 Rückholungen von schwerkranken oder verletzten Patienten aus dem Ausland in ihre Heimatländer durch. Dabei wurden 96 Länder auf dieser Erde angeflogen.

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